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Jahr: 2013

Hierapolis, Heilwasser und hippe Klamotten

Wasser kann man trinken, muss man aber nicht. Man kann auch darin baden. Besonderer Beliebtheit erfreut sich Wasser, dem eine Heilkraft zugeschrieben wird. So wie den Quellen im türkischen Pamukkale, das früher Hierapolis hieß und in der Antike eine kosmopolitische Metropole war. Hier lebten Anatolier, Griechen, Römer, Juden und später auch Christen. Das zeitweise 100.000 Einwohner zählende Hierapolis war aber nicht nur Hotspot römischer Badekultur und bevorzugter Kurort im Osten des römischen Reiches. Die Stadt war auch Zentrum der Textilindustrie mit Webwerkstätten, Färbereien und regem Textilhandel. In der Gegend ließ sich damals schon Baumwolle gut kultivieren, worauf auch der Namen Pamukkale (Baumwollschloss) verweist. Weiterlesen

Die Bibliothek …

Die Bibliothek wurde auf Veranlassung des Celsus gebaut; der Sohn des Celsus zögerte nicht, diese aufwendig zu schmücken. Da fragt einer der Gäste den Bürger aus Ephesos: „Was? Inschriften über das Leben des Celsus? Ein Sarkophag? Ist es eine öffentliche Bibliothek oder ein Denkmal des Celsus?

Auch damals gab es schon Diskussionen über die Motive des Stifters zwischen Eigennutz und Gemeinwohl. Die Celsus-Bibliothek in Ephesus. Gestiftet von Tiberius Iulius Celsus Polemaeanus, römischer Militär und Beamter. Das Bibliotheksgebäude ist gleichzeitig auch die Grabstätte des Stifters.

Die römische Provinz Asia

Das römische Istanbul

Istanbul ist nicht nur eine schöne Stadt, sondern hat auch eine schöne römische Vergangenheit. Wohl um 73, unter der Herrschaft Kaiser Vespasians, kam Byzantium zum römischen Reich. Danach ging die Entwicklung der Stadt mal bergauf und mal bergab. Im zweiten Vierkaiserjahr ließ Septimius Severus die Stadt 196 n. Chr. zur Bestrafung für die Unterstützung seines Rivalen Pescennius Niger zerstören. Sein Sohn Caracalla setzte sich dafür ein, dass die Stadt wieder aufgebaut wurde. Richtig bergauf ging es aber erst, als es in Rom schon bergab ging. Am 11. Mai 330 n. Chr. machte der römische Kaiser Konstantin der Große Byzantium zu seiner Hauptresidenz, baute sie großzügig aus und nannte sie erst „Nova Roma“, später dann Konstantinopel. Während das Weströmische Reich bald unterging, konnte sich das Oströmische Reich bis zur Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 behaupten. Weiterlesen

Biriciana – Das römische Weißenburg

Statt neuen Reihenhäusern, alte Bäderanlage. Im Jahr 1977 entdeckte man bei Bauarbeiten die Reste der ehemaligen römischen Thermenanlage neben dem Kastell Biriciana.