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Kategorie: Pannonien

Römerstraßen – Lebensadern des Imperiums

Von Schottland bis Afrika, von Portugal bis Syrien zogen sich die römischen Fernstraßen kreuz und quer durch das Imperium Romanum, überquerten Flüsse und durchzogen Berge und Gebirge. Insgesamt über 80.000 Kilometer werden es wohl gewesen sein. Oft wie mit dem Lineal schnurgerade gezogen, wurden Sie von Legionären und Kurieren, Händlern und Reisenden aller Art genutzt. Die wichtigsten Straßen waren gepflastert und hatten einen mehrschichtigen Unterbau. Die Römerstraßen konnten damit ganzjährig und unabhängig von Witterungsbedingungen genutzt werden. Weiterlesen

Gladiatoren in Carnuntum

Die S7 in Wien kennen viele Reisende. Sie fährt vom Stadtzentrum zum Flughafen Schwechat, Österreichs Tor zur Welt. Wer aber weiterfährt, den bringt die S-Bahn auch in eine andere Welt. In die der römischen Antike und zu den Gladiatoren in Carnuntum. Keine 30 Minuten hinter Wien-Schwechat liegt die Gemeinde und Haltestelle Petronell-Carnuntum. Vor 2000 Jahren legten die Römer hier ein Feldlager an, aus dem sich eine prosperierende Stadt entwickelte. Im Jahr 2011 entdeckte man auf dem Areal des heutigen Archäologischen Parks Carnuntum die Fundamente und Grundmauern einer 1700 Jahre alten römische Gladiatorenschule. Sie war eine der wohl rund 100 ludi der antiken Entertainment-Industrie im römischen Reich. Weiterlesen

Flipboard Magazin

Was ich selber lese oder noch lesen will, sammele ich in meinem Flipboard-Magazin „Unser Römisches Erbe: Römer, Ruinen, Rekonstruktionen“. Schöner Nebeneffekt: Andere können das auch nutzen. Im Browser und als App.

Inspirierend: Villa Borg und Römertage

Anfang August war ich bei den Römertagen in der Villa Borg, was mich zu meiner ersten Kurzgeschichte inspiriert hat. Ich habe die Geschichte zur Blütezeit der Villa Borg angesiedelt und mit der XI. Legion verknüpft. Deren Reenactment-Gruppe war beim Römerfest mit dabei.

Die historischen Ereignisse haben – soweit mir bekannt – so stattgefunden. Meinen Protagonisten, einen C. Valerius Julianus, hat es tatsächlich gegeben. Fragmente seines Sarkophags wurden in den achtziger Jahren in Rumänien gefunden. Er diente als Soldat in der XI. Legion. Weiterlesen

Aufstieg und Niedergang

Im Jahr 6 n. Chr. errichtete der spätere Kaiser Tiberius ein befestigtes Winterlager im Raum Carnuntum, der Beginn für den Aufstieg einer der bedeutendsten Metropolen des römischen Imperiums. Zur Blütezeit Carnuntums (um 300 n.Ch.) erstreckte sich die Stadt auf einer Fläche von ca. 10 km2, hatte rund 50.000 Einwohner. Der Siedlungsbereich Carnuntums setzte sich aus den militärischen Lagerbereichen (Legionslager und Reiterkastell) und der Zivilstadt zusammen. Weiterlesen

Klein-Rom an der Donau

Carnuntum: Einst keltisches Siedlungsgebiet, römisches Legionslager, Zivilstadt und Handelszentrum an der Bernsteinstraße sowie Hauptstadt der römischen Provinz Oberpannonien. Heute die niederösterreichische Marktgemeinde Petronell-Carnuntum mit Archäologischen Park und S-Bahn Anbindung von Wien aus. Weltweit einmalig wurden im Archäologischen Park Carnuntum die wesentlichen Architekturtypen eines römischen Stadtviertels im historischen Kontext rekonstruiert: eine öffentliche Badeanlage, eine Stadtvilla und ein Bürgerhaus.

Der römische Offizier und Historiker Villeius Paterculus berichtete sechs nach Christus, dass ein unter dem Feldherrn Tiberius stehendes römisches Heer sein Winterlager im keltischen Königreich Noricum errichtete. Der genaue Ort der Niederlassung wird als „Carnuntum“ bezeichnet. Das war die Geburtsstunde der legendären, römischen Großstadt im „Land der Barbaren“, später auch als Klein-Rom an der Donau bezeichnet. Mit 3-D-Animationen und Spielszenen erweckt der Film von Kurt Mündl das Leben und Treiben in der antiken Metropole wieder zum Leben.

Gelebte, geliebte Geschichte

In vielen Ländern beschäftigen sich Enthusiasten, Freizeit- und Berufshistoriker experimentell mit der römischen Geschichte. Sie halten Vorträge und gestalten Veranstaltungen, informieren in Schulen, wirken bei großen Römerfesten und in TV-Dokumentationen mit. Viele Gruppen arbeiten intensiv mit Museen und Wissenschaftlern zusammen. Sie erstellen und testen antike Ausrüstungsgegenstände, Werkzeuge und technische Geräte. Geschichte wird lebendig und anschaulich. Beim Römerfest 2014 im Archäologischen Park Carnuntum haben Legionstruppen, Handwerker und Händler wieder ihr Lager aufgeschlagen und ihre Arbeit vorgestellt.

Carnuntum war jahrzehntelang die Heimatgarnison der Legio XV Apollinaris („Fünfzehnte Legion, dem Apollon geweiht“). Im Jahr 114 wurde die XV. nach Armenien und Mesopotamien verlegt und im Krieg gegen die Parther eingesetzt. In Carnuntum zog die aus Germanien verlegte Legio XIIII Gemina ein. Kurzzeitig war in Carnuntum auch die Legio XXII Primigenia stationiert, deren Heimatstandort Mainz war.