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Magnis am Wall: Roman Army Museum

Das römische Kastell Magnis am Wall ist einer der Schauplätze des Romans „Der silberne Zweig“ von Rosemary Sutcliff. Der Truppenarzt Tiberius Lucius Justinianus wird 290 nach Christus aus der Provinz Judäa nach Britannien versetzt. Gemeinsam mit seinem Cousin, dem Centurio Marcelus Flavius Aquila, dienen sie am Hadrianswall. Flavius übernimmt das Kommando über eine dort stationierte Einheit und Justin wird der neue Garnisionsarzt. Der Roman spielt in einer Zeit, als der römische Feldherr Carausius in Britannien und der Nordküste Galliens sein eigenes kleines Sonderreich führt und von seinen rebellierenden Truppen zum Gegenkaiser Roms erhoben wurde. Etwa 10 Jahre kann sich Carausius halten und verteidigt Britannien im Süden gegen römische Truppen und im Norden gegen aufständische Barbaren. Schließlich wird er von eigenen Leuten ermordet und Rom kassiert die Insel wieder ein. In den Wirren der Geschichte taucht auch der „Adler der neunten Legion“ wieder auf, der im Roman eng mit der Familiengeschichte Aquilas verbunden ist. Weiterlesen

Der Adler der neunten Legion

Happy Birthday Rosemary Sutcliff. Heute wäre die englische Schriftstellerin 94 Jahre alt geworden. Bekannt wurde Sie vor allem durch ihre Jugendbücher über die römische Besatzungszeit Britanniens. Ihr Roman Der Adler der neunten Legion erschien 1954, auf Deutsch 1970. Mein Exemplar ist von 1973 (4. Auflage) und hat 3,80 DM gekostet.

Der junge römische Centurio Marcus Aquila wird Kommandant einer römischen Garnison in Britannien. Ihm geht ein Ruf voraus. Sein Vater war Offizier in der neunten Legion, die nach einem Einsatz gegen Aufständische verschwand. Und mit ihr das Feldzeichen, die Adlerstandarte. Eine schlimmere Schmach gibt es nicht. Aquila macht sich auf den Weg in das Land hinter dem Hadrianswall, um den Adler zu suchen und die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. In zwei weiteren Büchern „Der silberne Zweig“ und „Drachenschiffe drohen am Horizont“ wird die Familiengeschichte über die Jahrhunderte weiter erzählt.

Der Adler der neunten Legion ist nicht nur ein spannendes Buch, sondern auch eine zeitlose Geschichte. Zum Erscheinen des gleichnamigen Filmes von Kevin Macdonald schreibt Hubert Spiegel in der FAZ. „Marcus Aquila ist ein Produkt jenes Globalisierungsprozesses, als den man Roms Expansion begreifen kann, ein Mann, der vorurteilslos auf eine unterlegene Kultur blickt, der die Perspektive zu wechseln vermag und deshalb lernt, Begriffe wie Freiheit und Heimat zu neu zu bestimmen.“