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Schlagwort: Augustus

Die Römer im Comic: gewaltig und düster

Die alten Römer im Comic haben schon Tradition. In der Serie Illustrierte Klassiker wurde versucht, Kindern und Jugendlichen Werke der Weltliteratur in Form von Comics nahe zu bringen. Die über 200 Hefte erschienen von 1956 bis 1972 im Verlag Internationale Klassiker, später dann im Bildschriftenverlag. Zu den Werken der Weltliteratur gehören auch Cäsars Eroberungszüge, die 1958 als Heft 28 zum Preis von 1 DM erschienen. Weiterlesen

Palazzo Massimo alle Terme: Römisches Nationalmuseum

Zentral am Hauptbahnhof Roma Termini gelegen, präsentiert der Palazzo Massimo alle Terme auf 4 Stockwerken eine der weltweit wichtigsten Sammlungen römischer Antiquitäten. Das Gebäude im Stil der Spätrenaissance ist neben dem Palazzo Altemps und den Diokletiansthermen einer der bedeutendsten Standorte des Römischen Nationalmuseums. Neben all den Gattinnen, Göttern und Gelehrten im Palazzo Massimo alle Terme zählen zwei hellenistische Bronzestatuen aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert v. Chr. zu den bedeutendsten Stücken des Museums. Vielleicht sind sie sogar noch älter, auf jeden Fall sind sie selten. Weiterlesen

Ara Pacis Augustae: Altar des Friedens des Augustus

„Mit neunzehn Jahren habe ich aus privater Initiative und aus eigenen Mitteln ein Heer aufgestellt, mit dem ich dem Staatswesen, das durch die Gewaltherrschaft einer politischen Machtgruppe unterdrückt wurde, die Freiheit wiedergab.“

Tja, da werden die meisten von uns wohl nicht mithalten können. Augustus war ein Meister der öffentlichen Darstellung und die „Die Taten des vergöttlichten Augustus“, die Res Gestae Divi Augusti, sind in diesem Sinne von ihm verfasst worden. Das der Text heute die Außenmauer des Museums schmücken kann, ist einem glücklichen Umstand zu verdanken: Teile von Kopien in verschiedenen Orten des Imperium Romanum blieben erhalten.

Die Ara Pacis Augustae, der Altar des Friedens des Augustus, gilt als das erste Denkmal einer öffentlichen politischen Selbstdarstellung eines römischen Herrschers. Der römische Senat gab ihn 13 vor Chr. in Auftrag und widmete ihn Kaiser Augustus, der nach seinen Siegen über iberische und gallische Stämme nach Rom zurückgekehrt war. Am Geburtstag seiner Frau Livia wurde der Altar auf dem Marsfeld am 30. Januar 9 v. Chr. eingeweiht und hatte vor allem eine Botschaft: Dank Augustus ist der jahrzehntelange Bürgerkrieg der ausgehenden Republik zu Ende, die Provinzen sind befriedet. Die Pax Augusta verspricht Stabilität, Wohlstand und eine kulturelle Blütezeit. Weiterlesen

Herculaneum – Pompejis kleine Schwesterstadt

Als am 24. August 79 der Vesuv ausbrach und die Dächer Pompejis nachmittags unter der Last des herausgeschleuderten Vulkangesteins schon zusammenbrachen, schien es als käme das kleine Herculaneum glimpflich davon. Nur wenige Zentimeter Asche lagen auf den Straßen und Dächern der Häuser. Die meisten der 4000 Einwohner verließen vorsichtshalber ihre Stadt und brachten sich in Sicherheit. Weiterlesen

Trump und Augustus „make the Republic great again“

In ihrer Berichterstattung über der Amtseinführung von Donald Trump als 45. US-Präsident machen einige Medien wie Der Tagesspiegel („Imperator“) und Die Welt („Volkstribun“) Anleihen an der Antike. Da will ich nicht zurückstehen und steuere die „Inaugurationsrede“ von Octavius, dem späteren Kaiser Augustus, vor dem Senat bei. Zumindest wie es sich die Drehbuchautoren der Serie Rom des US Fernsehprogrammanbieters HBO vorgestellt haben:

Die Formulierung von Donald Trump „Dieses Massaker Amerikas endet hier und jetzt“ klingt fast wie die Redewendung von Octavius „die Ausschweifungen und das Chaos die wir zu erdulden hatten, werden jetzt enden“. Als Augustus mit seinem Vorhaben fertig war, die römische Republik „great again“ zu machen, war von ihr nicht mehr viel übrig.

Kaiser Augustus schenkt sich einen Tag

Heute ist der 31. August. Moment, der 31. August? Der Vormonat hatte doch auch schon 31 Tage. Müsste der August daher nicht 30 Tage haben?

Müsste schon, hat er aber nicht. Als Kaiser Augustus sich kalendarisch in dem schönen Sommermonat verewigte, wollte er nicht, dass sein Monat weniger Tage hat als der von Julius Cäsar. Verwandtschaft hin oder her. Wenn der Juli 31 Tage hat, kann der August nicht nur 30 Tage haben. Die Folge: Wer wenig hat, dem wird genommen. Der Februar schrumpfte von 29 auf 28 Tage. Immerhin: So unvernünftig, dem August 32 Tage zuzuweisen, war Cäsars Großneffe nicht.

Mehr über den Römischen Kalender erfährt man u.a. hier.

Kunsthistorisches Museum Wien

Kunsthistorisches Museum Wien, nicht nur schön wenn es regnet. Für Freunde der Antike hält das Kunsthistorische Museum zwei besondere Schmankerl bereit: die Antikensammlung im Hauptgebäude am Maria-Theresien-Platz und das Ephesos Museum in der Neuen Burg. Im Jahr 1891 wurde das Museum eröffnet. Heute gehört es mit 900.000 Besuchern jährlich zu einer der meistbesuchten Wiener Sehenswürdigkeiten. Weiterlesen

Aliso – Bau des Römerparks

„Rhythmisch schlagen die Ruder in den breiten Fluss. Schweiß glänzt auf den Gesichtern der Männer an den Riemen. Vom Rhein her ist es fordernde Arbeit, das Schiff entgegen des Stroms in diese Gegend zu rudern. Es ist wildes Land, Barbarenland. Wie Inseln sind römische Lager in dieses Land gestreut, verbunden durch den Fluss. Lupia nennen ihn die Männer. Sie sprechen Latein, sind Berufssoldaten, und viele von ihnen haben ihre Heimat im Süden, jenseits der Alpen. Es sind Legionäre, und ihr oberster Herr ist der Kaiser von Rom, Augustus,“ schreibt Oliver Borgwardt zur 725jährigen Stadtgeschichte Halterns. Weiterlesen

Rom – die teuerste TV-Serie

… der Welt ist jeden Dollar wert!

Heute vor 10 Jahren wurde die von HBO, der BBC und der RAI in den Cinecittà Filmstudios produzierte Fernsehserie erstmals ausgestrahlt. „Rom“ erzählt in 22 Folgen die Abenteuer der beiden ungleichen römischen Legionäre Lucius Vorenus und Titus Pullo. Vorenus macht im Militär als auch im zivilen Leben Karriere, ist klug, steht sich aber selbst im Weg. Pullo ist ein Haudrauf und man wundert sich eigentlich, das er die 22 Folgen überlebt. Weiterlesen

Trier: 100 Jahre Weltstadt

Trier beansprucht, die älteste Stadt Deutschlands zu sein. Nach der Eroberung Galliens wird die Stadt am Ufer der Mosel um 17/16 vor Chr. im Siedlungsgebiet der keltischen Treverer als Augusta Treverorum von den Römern gegründet. Wichtigstes Zeugnis für die Datierung der Gründung der „Stadt des Augustus im Land der Treverer“ ist der Bau der ersten Brücke über die Mosella. Zunächst wird eine Holzbrücke gebaut, später folgen Brücken aus Stein wie bei der heute noch genutzten Römerbrücke in Trier.

Augusta Treverorum wird nach römischen Muster angelegt, Straßen und Häuser aus Stein werden gebaut, Tempel und öffentliche Gebäude errichtet, eine Thermenanlage und ein Amphitheater entstehen im ersten Jahrhundert. Der Lebensstil romanisiert sich, Handwerk und Handel blühen. Wein wird angebaut, die Terra Sigillata-Manufakturen produzieren feinstes Geschirr. Becher und Krüge mit Trinksprüchen („Trink mich“, „Fülle mich nochmals“ …) werden Exportschlager. Weiterlesen