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Römerhalle Bad Kreuznach: Luxus auf dem Lande

Den Südhang des Ellerbachtals in Obergermanien hat sich ein reicher Römer im 2. Jahrhundert als Bauplatz für seinen Landsitz ausgesucht. Die Reste seiner Palastvilla mit mehr als 50 Räumen sind im heutigen Bad Kreuznach zu besichtigen. Von dem mehrgeschossigen Gebäudekomplex um einen Innenhof sind nur noch Grundmauern vorhanden. Eindrucksvoll sind jedoch die beiden großen Mosaike. Sie kann man in der sogenannten Römerhalle Bad Kreuznach besichtigen. Weiterlesen

Das Leben des Brian: Was haben die Römer je für uns getan?

Was haben die Römer je für uns getan? Selbst unter den Mitglieder der Volksfront von Judäa, einer jüdischen Widerstandsgruppe gegen die römischen Besatzer, kommen doch ein paar Punkte zusammen. Szene aus dem Film „Das Leben des Brian“ (Originaltitel: Monty Python’s Life of Brian) aus dem Jahr 1979.

Ansonsten bleibt über Ostern filmisch meist kein gutes Haar an den Römern. Jedenfalls wenn Römer und Christen gleichzeitig auf der Leinwand sind. Aktuell läuft in den Kinos der Film Auferstanden (Risen). Der römische Militrtribun Clavius wird beauftragt, die verschwundene Leiche des hingerichteten Jesus von Nazareth zu finden. Er soll damit die Gerüchte um einen auferstandenen Messias widerlegen und Unruhen in der Provinz Judäa verhindern. Falls den Sandalen-Thriller schon jemand gesehen hat: Lohnt es sich, ins Kino zu gehen?

Häufig wird der Film damit beworben, dass „die Auferstehungsgeschichte diesmal nicht als Monumental-Epos, sondern wie ein Krimi inszeniert wurde“. So ganz neu ist das nicht. „Auferstanden“ ist ja ein Remake des Films „Das Ende der Götter“ aus dem Jahr 2006. Der wiederum ist ein Remake des Films „Die Untersuchung“ aus dem Jahr 1987. Im „Ende der Götter“ heißt der Militärtribun Titus Valerius Taurus. Er beginnt im Laufe seiner Ermittlungen an die Geschichte von der Auferstehung zu glauben, bekennt sich am Ende des Films zum christlichen Glauben und verlässt die Armee. Kaiser Tiberius will die neue Glaubenslehre sogar zur Staatsreligion machen, wird aber vorher ermordet. Die „Untersuchung“ kommt nicht so platt daher und ist auch filmisch anspruchsvoller. Auch hier heißt der Militärtribun Titus Valerius Taurus, sieht aber lange in der Auferstehungsgeschichte einen gelungenen PR-Coup des Jesus von Nazareth. Undercover macht er sich auf die Suche nach Maria Magdalena, bei der Taurus auch Jesus vermutet. Doch statt den Messias zu finden, wird er in einer Leprakolonie selbst für den Heiland gehalten. Hört sich eher nach einer Szene aus „Das Leben des Brian“ an, ist aber ernst gemeint. Oder vielleicht eine kleine Hommage an die Monty Python’s.

Was soll man sagen: Zeitgenössisch war die Kreuzigung des Jesus von Nazareth ein unbeachtet gebliebenes Ereignis.