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Hadrians Cavalry Turma: Reiter Roms

Mit dem Reenactment-Event „Hadrians Cavalry Turma“ wurde letztes Wochenende im nordenglischen Carlisle der 30. Jahrestag des Hadrianswall als UNESCO-Weltkulturerbe gefeiert. Seit antiken Zeiten sind so viele römische Reiter nicht mehr zu sehen gewesen. In Form eines ritualisierten Kampfspiels, einer hippika gymnasia, zeigten die Reiter Ausrüstungen und Manöver der römischen Kavallerie. Eine Turma war in der römischen Armee eine 30 Mann starke Reitereinheit, die zu einer größeren Truppe gehörte. Eine solche Ala umfasste 500, manchmal 1000 Kavalleristen. Weitere Ausstellungen in verschiedenen Museen entlang des Hadrianswalls geben einen Einblick in das Leben und Wirken der Soldaten während der 400 Jahre, in denen das heutige England die römische Provinz Britannien war. Weiterlesen

Schwerter, Brot und Spiele

Es ist 4:31 Uhr und ich springe gutgelaunt aus dem Bett, nachdem das Smartphone mir 60 Sekunden lang London Calling von den Clash um die Ohren gehauen hat. Aber nicht London ruft, sondern Europas größtes Römerfest „Schwerter, Brot und Spiele“ in Xanten. Mit dem ersten Flieger geht es von Berlin nach Düsseldorf, mit dem Zug dann weiter über Duisburg nach Xanten. Der Himmel über Colonia Ulpia Traiana und dem einstigen Grenzland des römischen Reiches ist dunkelgrau, es regnet in Strömen. Das ist Germanien! Weiterlesen

Eintausend Syrer in Straubing

Nein, dies ist keine aktuelle Flüchtlingsmeldung unserer Tage. Aber es war wohl eine Meldung zu der Zeit, als Straubing noch Sorviodurum hieß und ein römischer Militärstandort in der Provinz Raetien am Limes zu Germanien war.

Die 1000 Syrer waren eine Einheit römischer Hilfstruppen, die zwischen 107 und 116 n. Chr. hierher verlegt worden waren. Bei der Kohorte handelte es sich um die „cohors I Flavia Canathenorum miliaria sagittariorum“, eine teilberittene Spezialeinheit von Bogenschützen. Sie wurde in der römischen Provinz Syria im Gebiet der Stadt Canatha, dem heutigen Qanawat, aufgestellt. Schon die römische Militärbürokratie war ein Meister darin, den Begriff der „heimatnahen Verwendung“ phantasievoll auszulegen. Schließlich konzentrierten die Römer an ihrer östlichen Grenze zwischen Schwarzem und Roten Meer 10 Legionen. Der Bedarf an Truppen und Hilfstruppen war wohl da. Aber vielleicht wollte man auch die Zuverlässigkeit von Einheiten die aus der Gegend kamen, bei Unruhen nicht unnötig auf die Probe stellen. Weiterlesen