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Schlagwort: Thermen

Römisches Nationalmuseum: Diokletiansthermen

„Treten wir ein, so nimmt uns ein gelinde geheizter Saal auf, aus dem uns eine keineswegs unangenehme Wärme entgegen kommt, sehr groß, beiderseits abgerundet und hinter diesem zur Rechten ein sehr freundliches Gemach, das bequeme Gelegenheit bietet, sich zu salben, und das beiderseits mit phrygischen Marmor verzierte Eingänge hat, die von der Palästra her Eintretenden aufzunehmen. Dem folgt darauf ein Saal, der von allen der schönste ist, auch er bis oben an die Decke von phrygischen Marmor schimmernd; sehr behaglich darin herumzustehen und zu sitzen und ohne Schaden nach dem Bade zu verweilen, und sehr geeignet, sich darin massieren zu lassen. Daran schließt der geheizte, mit numidischen Marmor ausgelegte Durchgangsraum. Der innere Saal endlich ist prächtig, von reichem Licht durchflutet und bunt wie mit Purpur gefärbt.“ Was der Grieche Lukianos im zweiten Jahrhundert über eine römische Badeanlage geschrieben hat, spiegelt sich auch in der Rekonstruktionszeichnung der Diokletiansthermen des französischen Architekten Paulin aus dem 19. Jahrhundert wieder. Weiterlesen

Pompeji – 2000 Jahre alte Gebäude und Graffiti

Das antike Pompeji am Golf von Neapel ist heute ein internationaler Touristenhotspot. Jährlich strömen 2-3 Millionen Besucher durch die Straßen und Häuser der beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 untergegangenen Stadt. Des einen Leid ist des anderen Freud. An kaum einem anderen Ort lässt sich so viel über das Leben der alten Römer erfahren. Bedeutsames und Banales, wie es uns beispielsweise die unzähligen Graffitis mitteilen: Weiterlesen

Matrosen in Misenum, Badegäste in Baiae

In der Kaiserzeit hatten die Römer am Golf von Neapel einen Hauptstützpunkt ihrer Kriegsflotte. Neben den Legionen und den Hilfstruppen verbündeter oder eroberter Völker, war die classis romana der dritte Teil des römischen Militärs. Wer hier diente, gehörte entweder zum seemännischen Personal, war Ruderer, Steuermann oder tat, was man auf einem antiken Schiff eben tun musste, oder gehörte zur Marineinfantrie. Da die Römer keine begnadeten Seefahrer waren, enterten sie vornehmlich feindliche Schiffe und setzen dann auf ihre kampferprobte Infantrie. Wer hier diente war auch oft kein römischer Bürger, sondern kam aus den Provinzen. Nicht selten aus Ägypten wie Briefe von Rekruten nach Hause zeigen. Weiterlesen

Trier: 100 Jahre Weltstadt

Trier beansprucht, die älteste Stadt Deutschlands zu sein. Nach der Eroberung Galliens wird die Stadt am Ufer der Mosel um 17/16 vor Chr. im Siedlungsgebiet der keltischen Treverer als Augusta Treverorum von den Römern gegründet. Wichtigstes Zeugnis für die Datierung der Gründung der „Stadt des Augustus im Land der Treverer“ ist der Bau der ersten Brücke über die Mosella. Zunächst wird eine Holzbrücke gebaut, später folgen Brücken aus Stein wie bei der heute noch genutzten Römerbrücke in Trier.

Augusta Treverorum wird nach römischen Muster angelegt, Straßen und Häuser aus Stein werden gebaut, Tempel und öffentliche Gebäude errichtet, eine Thermenanlage und ein Amphitheater entstehen im ersten Jahrhundert. Der Lebensstil romanisiert sich, Handwerk und Handel blühen. Wein wird angebaut, die Terra Sigillata-Manufakturen produzieren feinstes Geschirr. Becher und Krüge mit Trinksprüchen („Trink mich“, „Fülle mich nochmals“ …) werden Exportschlager. Weiterlesen

Das Oceanus Mosaik

Das Oceanus Mosaik ist ein römisches Mosaik aus dem 2. Jahrhundert nach Chr., das zu einer Thermenanlage im heutigen Bad Vilbel gehörte. Es wurde 1849 bei Bauarbeiten gefunden. Seit 1906 ist es im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt ausgestellt. Eine Rekonstruktion des Mosaiks ist seit 2007 in einem Glaspavillon im Kurpark von Bad Vilbel zu sehen. Rund 400.000 Mosaiksteinchen aus Marmor und Kalkstein wurden für das 33qm große Motiv zusammengesetzt. Dargestellt sind Meeresbewohner, groteske Mischwesen und wirkliche Tiere, die sich um den Meeresgott Oceanus scharen.

Jupiter sei Dank

Jupiter sei Dank: Unser Museumstag startet perfekt, es regnet in Strömen. Wir sind sicher, die meisten Gäste in unserem Hotel werden wir nach dem Frühstück gleich im Archäologische Museum von Arles wiedersehen. Der Weg ist nicht weit, es fährt aber auch ein kostenloser Shuttlebus.

Schön sind die im Museum ausgestellten verschiedenen Modelle. Sie zeigen, wie das antike Arelate mit seinen Monumenten einst ausgesehen hat. Forum und Theater, Arena und Circus lassen sich in ihrer ganzen baulichen Eleganz bewundern. Weiterlesen

Peu à peu

Arles, südfranzösische Gemeinde und einst das kleine Rom Galliens. Nach und nach hat sich die Stadt ihre heute von vielen Touristen besuchten Kulturstätten aus römischer Zeit zugelegt. 46 v. Chr. wurde Iulia Paterna Arelate Sextanorum von Julius Caesar gegründet. Während der Zeit Kaiser Augustus wurde die Stadt ausgebaut und erhielt ein Theater und ein Forum. Da es am Hang eines Hügels errichtet wurde, brauchte das Forum eine Unterkonstruktion. Heute liegen die Reste dieser Bogengänge gut erhalten gänzlich unter der Erde. Weiterlesen

Biriciana – Das römische Weißenburg

Statt neuen Reihenhäusern, alte Bäderanlage. Im Jahr 1977 entdeckte man bei Bauarbeiten die Reste der ehemaligen römischen Thermenanlage neben dem Kastell Biriciana.

Ostia – der Handelshafen Roms

Ostia Antica ist eine sehenswerte archäologische Stätte unweit von Rom. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man in knapp einer Stunde von Roma Termini aus die erste Kolonie und spätere quirlige Hafenstadt der alten Römer. Im 2. Jahrhundert nach Chr. erlebte Roms Handelshafen seine größte Blütezeit. Die meisten noch heute erhaltenen öffentlichen und privaten Gebäudereste stammen aus dieser Epoche. Weiterlesen

Wellness in Aquae Sulis

Aquae Sulis war eine römische Stadt in der Provinz Britannia, an der Stelle des heutigen Bath, einer Stadt in der Grafschaft Somerset, England. Der Ort gelangte vor allem wegen seiner heißen Quellen und eines damit verbundenen Heiligtums der Göttin Sulis zu überregionaler Bedeutung. Bei Ausgrabungen konnten Teile der römischen Thermen und der Tempelbezirk der Sulis freigelegt werden. Sie gehören zu den am besten dokumentierten Bauten im römischen Britannien“.

Nördlich des Bades und mit diesem verbunden schloss sich ein großer Tempel im klassischen Stil an. Da es nur wenige Tempel im klassischen Stil in Britannien gab, ist dieser von besonderem Interesse. Der Tempel war der keltischen Gottheit Sulis (die wiederum mit Minerva gleichgesetzt wurde) geweiht, die die Schutzgottheit der Quellen war.

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