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Römermuseen in Baden Württemberg

Große Teile des heutigen Baden Württembergs gehörten 200 Jahre lang zu den römischen Provinzen Obergermanien und Raetien. Das römische Erbe lässt sich in verschiedenen Museen erleben. Was zeigen die Römermuseen in Baden Württemberg und lohnt sich ein Besuch? Weiterlesen

Rheinland-Pfalz Limes – Kaisergeschichten

Von Hillscheid kommend erreicht der Rheinland-Pfalz Limes die Gemeinde Arzbach zwischen Montabaur und Koblenz. Im Ort befand sich früher ein römisches Kastell, auf dem höchsten Berg der Umgebung, dem Großen Kopf, steht der rekonstruierte Wachturm Wp 1/84. Er ist schon gut zu erkennen, wenn man aus der Ortschaft herausfährt. Der auch Stefansturm genannte Wachturm wurde 1953/54 vom örtlichen Verkehrsverein gebaut und 1991 renoviert. Hier oben hat man einen tollen Ausblick auf die Umgebung. Auch eine schöne Geschichte hat sich jemand in Arzbach ausgedacht. Der spätere Kaiser Caligula soll hier geboren worden sein, als sein Vater Germanicus mit Truppen und schwangerer Frau durch die Gegend zog. Tatsächlich kamen Caligulas Schwestern Agrippina die Jüngere im Jahr 15 im späteren Köln und Drusilla im Jahr 16 beim heutigen Koblenz zur Welt. Aber die Geschichte ist mehr schön als wahr. Immerhin soll des Kaisers Spitzname Caligula von den genagelten Soldatenstiefeln der Legionäre abgeleitet sein, den caligae, welche die Rheinlegionen für den mitreisenden Sohn ihres Oberbefehlshabers Germanicus anfertigen ließen.

Hinter Arzbach knickt der Rheinland-Pfalz Limes ab und verläuft entlang der heutigen Landstraße 327 auf Bad Ems zu, überquert dort die Lahn und verläuft dann weiter durch den Naturpark Nassau nach Pohl zum wieder errichteten Kleinkastell. Oberhalb der Stadt Bad Ems befindet sich der älteste rekonstruierte Limesturm in Deutschland, der Wp 2–1. Im Jahr 1874 wurde der Wachturm zu Ehren Kaiser Wilhelm I. auf den Grundmauern des ursprünglichen Turmes wieder aufgebaut. Der Kaiser kurte gerne im seinerzeitigen Weltbad Bad Ems und verschickte von dort auch 1870 jene Depesche, die nach der redaktionellen Bearbeitung Bismarks zum Krieg führte. Der Wp 2-1 ist nicht nur der älteste Limesturm, sondern auch das erste UNESCO-Weltkulturerbe in Privatbesitz. Er steht nämlich direkt auf der Terrasse des Hotel Wintersberg. Von hier kann man über eine Schautafel gut nachverfolgen, wo damals die Grenze zwischen dem Imperium Romanum und dem Barbaricum verlief.

Hessen Limes – Türme, Kunst und Ehrenamt

Ein etwas versteckt im Wald liegender Parkplatz an der Autobahnabfahrt Idstein im Taunus an der A3 ist das Tor zum ehemaligen Kastell Zugmantel. Hier stehen ein rekonstruierter Steinturm des Hessen Limes sowie Reste des ehemaligen römischen Kastells. Die Künstlergruppe „Atelier Römerberg“ schuf vor einigen Jahren Skulpturen aus Holz, die als Kriegsgott, Grenzwächter oder Grenzgänger das Areal bereichern, wenn mal sonst niemand da ist. Dann und wann bieten die Ehrenamtlichen der Zugmantel-Cohorte Erlebnisführungen an. Dank der Bürgerstiftung „Unser Land! Rheingau und Taunus“ gibt es im Limesturm eine kleine Ausstellung mit LED-Beleuchtung. Weiterlesen

Am Ende angefangen

Nahe dem bayerischen Regensburg, bei Hienheim an der Donau, endet der Rätische Limes und geht in den „nassen“ (Donau)-Limes über. Hier im Landkreis Kelheim fängt meine kleine Tour an und geht über in den Naturpark Altmühltal. Auf dem Programm stehen die Kastelle Abusina in Eining (freigelegte Grundmauern), Vetoniana in Walting-Pfünz (rekonstruierte Türme und Mauerteile) und Celeusum bei Pförring (silhouettenhafte Nachbildung eines Tores). Die Limestürme in Hienheim und Titting-Erkertshofen nehme ich bei der Gelegenheit noch mit. Da sich der Rätische Limes bis in das Rotenbachtal bei Schwäbisch Gmünd im Osten Baden-Württembergs zieht, wo er im Anschluss an den Obergermanischen Limes beginnt, bleibt noch Spielraum für spätere Exkursionen.

Ein Video der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern erläutert, wie der Limesverlauf mit Hilfe von 3D-Laserscan dokumentiert wird. Dreidimensionale virtuelle Idealrekonstruktion von Bauwerken lassen den Limes und seine Bewohner wieder lebendig werden.

Ab Caput Limitis

Hier bei Rheinbrohl in Rheinland-Pfalz ist der Anfang des obergermanischen Limes (Caput Limitis). Der „Wp 1/1“ wurde aus römischen Bruchsteinen nahe des ursprünglichen Standortes rekonstruiert. Schön die Formulierung in Wikipedia: „Für die Errichtung des 1974 in Privatinitiative nicht am ursprünglichen Standpunkt errichteten – historisch nicht korrekten – Steinturms Wp 1/1 … wurden die einst sehr gut erhaltene Wachturmstelle Wp 1/8 als Steinbruch ausgebeutet.“ Da ahnt man, was der Fachmann von (solchem) privatem Engagement hält. Weiterlesen