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2000 Jahre alte Briefe aus Vindolanda

An Sulpicia Lepidina, Vindolanda: „Claudia Severa sendet ihrer Lepidina einen Gruß. Am dritten Tage vor den Iden des September bitte ich gerne, Schwester, zu meinem feierlichen Geburtstag. Mach doch, dass Du zu uns kommst. Den Tag wirst Du mir durch Dein Kommen erfreulicher machen. Grüße Deinen Cerialis. Mein Aelius und der kleine Sohn lassen grüßen. Ich hoffe auf Dich, Schwester. Es möge Dir gut gehen, Schwester, meine Seele, dann geht es auch mir gut, Du liebste. Und gehab Dich wohl.“

Der Brief von Claudia Severa gehört zu über 1000 hölzernen Schreibtäfelchen, die man im römischen Kastell Vindolanda am Hadrianswall in England gefunden hat und wieder lesbar machen konnte. Severas Geburtstagseinladung ging an die Ehefrau von Flavius Cerialis, Präfekt der um 100 nach Christus in Vindolanda stationierten 9. Bataverkohorte. Aus anderen Briefen weiß man, dass Severa die Frau von Aelius Brocchus war, Kommandant eines anderen Stützpunktes an Roms nördlichster Grenze. Weiterlesen

Einladung zur Geburtstagsparty

Claudia Severa, Gattin eines am Hadrianswall stationierten Offiziers, lädt ihre Freundin Sulpicia Lepidinia, Ehefrau des Kommandanten der im Kastell Vindolanda stationierten neunten batavischen Kohorte, zu ihrem Geburtstagsfest ein.

Die Vindolanda tablets sind dünne Holztäfelchen, einzeln oder zu mehreren miteinander verbunden. Mit Tinte beschrieben, dienen sie privater Korrespondenz oder militärischem Schriftverkehr. „Aus dem militärisch-dienstlichen Alltag der Garnison stammen Akten, die Proviantlisten und Truppenbewegungen beinhalten, doch auch über Kampfeinsätze wird berichtet. Daneben finden sich über 100 offizielle Dienstschreiben sowie private Korrespondenz einzelner Soldaten. Andere Briefe gehören in das Umfeld des Lagerdorfs und stammen von Händlern und Soldatenfrauen.“

Zu sehen im Britischen Museum in London.