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Schlagwort: Marcus Agrippa

Ara Pacis Augustae: Altar des Friedens des Augustus

“Mit neunzehn Jahren habe ich aus privater Initiative und aus eigenen Mitteln ein Heer aufgestellt, mit dem ich dem Staatswesen, das durch die Gewaltherrschaft einer politischen Machtgruppe unterdrückt wurde, die Freiheit wiedergab.”

Tja, da werden die meisten von uns wohl nicht mithalten können. Augustus war ein Meister der öffentlichen Darstellung und die “Die Taten des vergöttlichten Augustus”, die Res Gestae Divi Augusti, sind in diesem Sinne von ihm verfasst worden. Das der Text heute die Außenmauer des Museums schmücken kann, ist einem glücklichen Umstand zu verdanken: Teile von Kopien in verschiedenen Orten des Imperium Romanum blieben erhalten.

Die Ara Pacis Augustae, der Altar des Friedens des Augustus, gilt als das erste Denkmal einer öffentlichen politischen Selbstdarstellung eines römischen Herrschers. Der römische Senat gab ihn 13 vor Chr. in Auftrag und widmete ihn Kaiser Augustus, der nach seinen Siegen über iberische und gallische Stämme nach Rom zurückgekehrt war. Am Geburtstag seiner Frau Livia wurde der Altar auf dem Marsfeld am 30. Januar 9 v. Chr. eingeweiht und hatte vor allem eine Botschaft: Dank Augustus ist der jahrzehntelange Bürgerkrieg der ausgehenden Republik zu Ende, die Provinzen sind befriedet. Die Pax Augusta verspricht Stabilität, Wohlstand und eine kulturelle Blütezeit. Weiterlesen

Griechen, Römer, HSV

Die Griechen sind ein kleines großes Völkchen, meinem geliebten Hamburger Sportverein nicht unähnlich. Auch die Farben teilen sie sich, blau und weiß. Die Hamburger fügten noch schwarz hinzu, wohl wegen der Begegnungen der letzten Jahre, die meist ein Trauerspiel waren. Beide haben in der Vergangenheit Großartiges geleistet. Die antiken Griechen haben die Demokratie erfunden, der HSV die Unabsteigbarkeit. Beide sind der Überzeugung, dass das für alle Ewigkeiten reicht. Weiterlesen

Rom – die teuerste TV-Serie

… der Welt ist jeden Dollar wert!

Heute vor 10 Jahren wurde die von HBO, der BBC und der RAI in den Cinecittà Filmstudios produzierte Fernsehserie erstmals ausgestrahlt. “Rom” erzählt in 22 Folgen die Abenteuer der beiden ungleichen römischen Legionäre Lucius Vorenus und Titus Pullo. Vorenus macht im Militär als auch im zivilen Leben Karriere, ist klug, steht sich aber selbst im Weg. Pullo ist ein Haudrauf und man wundert sich eigentlich, das er die 22 Folgen überlebt. Weiterlesen

3 Jahre Bauzeit, 500 Jahre in Betrieb

Die Pont du Gard, der Aquädukt über den Fluss Gardon. Marcus Agrippa ließ ihn wohl Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. bauen. Er war Teil einer 50 Kilometer langen Leitung, die das antike Nemausus mit Quellwasser versorgte. 800 bis 1000 Menschen haben seinerzeit an der Brücke gearbeitet und in drei Jahren Bauzeit mit Hammer und Meißel, Winkel und Wasserwaage, Kran und Flaschenzug eines der beeindruckendsten und fortschrittlichsten Brückenbauwerke geschaffen. Eine für die Römer nicht untypische “Wir machen das, weil wir es können”-Aktion. Denn die Aquäduktbrücke bekam seinerzeit kaum jemand zu sehen. Sie lag, anders als der Aquädukt von Segovia, abseits von Städten und Straßen mitten in der südgallischen Landschaft. Weiterlesen