{"id":17003,"date":"2020-12-06T08:45:00","date_gmt":"2020-12-06T07:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/?p=17003"},"modified":"2024-07-31T07:49:44","modified_gmt":"2024-07-31T05:49:44","slug":"die-via-appia-roms-erste-fernstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2020\/12\/06\/die-via-appia-roms-erste-fernstrasse\/","title":{"rendered":"Die Via Appia: Roms erste Fernstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"lead dropcap\">Das hatte die Welt noch nicht gesehen: eine Stra\u00dfe, die bei jedem Wetter genutzt werden konnte, das ganze Jahr \u00fcber, zu jeder Tageszeit, zu Fu\u00df, zu Pferd oder mit einem Ochsenkarren. Die <em>Via Appia<\/em> war die erste gepflasterte Stra\u00dfe Europas, vielleicht sogar der Welt. Aus dem lateinischen Begriff <em>strata<\/em> (gepflastert) wurde unser Wort Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Bauen lie\u00df die Via Appia im Jahr 312 vor Chr. der r\u00f6mische Konsul <em>Appius Claudius Caecus<\/em>, um im Krieg gegen den italischen Volksstamm der Samniten die r\u00f6mischen Legion\u00e4re schneller verlegen zu k\u00f6nnen. Erst mehr als 100 Jahre sp\u00e4ter wurde die Milit\u00e4rstra\u00dfe \u00fcber Capua hinaus bis zur Hafenstadt Brundisium (heute Brindisi) verl\u00e4ngert. Die 540 Kilometer lange Via Appia erlangte als Handelsstra\u00dfe f\u00fcr Waren aus dem Orient Bedeutung. Im zweiten Jahrhundert nach Christus hatten die R\u00f6mer ihr <a href=\"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2016\/08\/19\/roemerstrassen\/\">Fernstra\u00dfennetz<\/a> auf \u00fcber 80.000 Kilometer durch das ganze Imperium Romanum ausgebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf etwa 20 Kilometer, beginnend an der Porta Capena beim Circus Maximus in Rom, bis zum Ort Frattocchie am Lago Albano, ist die Via Appia bis heute durchgehend erhalten. Teilweise sogar noch mit ihrem antiken Pflaster. Ich starte meine Wanderung auf der H\u00f6he des Flughafens Rom-Ciampino und spaziere zur\u00fcck in die ewige Stadt. Die Sonne scheint, nur wenige Menschen sind unterwegs, schnurgerade liegt die <em>K\u00f6nigin der Stra\u00dfen<\/em>, wie die Via Appia schon in der Antike hie\u00df, vor mir. Die antike Stra\u00dfe verl\u00e4uft inmitten der herrlichen Umgebung des <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Regionalpark Via Appia (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.parcoappiaantica.it\/\" target=\"_blank\">Regionalparks Via Appia<\/a> und bildet zusammen mit dem benachbarten <a href=\"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2012\/10\/19\/rom-ewige-stadt-und-haupt-der-welt\/\">Park der Aqu\u00e4dukte<\/a> ein beliebtes Naherholungsgebiet.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Da es nach antiken r\u00f6mischen Gesetz verboten war, Tote innerhalb der St\u00e4dte zu bestatten, wurden die Gr\u00e4ber entlang der Ausfallstra\u00dfen errichtet. So entstanden nahe der St\u00e4dte teilweise monumentale Familienmausoleen, w\u00e4hrend die \u00e4rmeren R\u00f6mer in zweiter und dritter Reihe oder in unterirdischen Katakomben begraben wurden. Manche Gr\u00e4ber trugen Inschriften mit der Bitte an die Reisenden, anzuhalten und der Toten zu gedenken. Auf anderen Tafeln erteilten die Verstorbenen Ratschl\u00e4ge f\u00fcr eine gute Lebensf\u00fchrung.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Auch heute noch findet man \u00dcberreste unterschiedlichster Grabdenkm\u00e4ler entlang der Via Appia, wie diesen Marmorblock aus einem antiken Grabmal mit den Reliefs der Verstorbenen. Er liegt etwa 200m vor dem Mausoleum des r\u00f6mischen Politikers und Feldherren <em>Pompeius Magnus<\/em> am Wegesrand.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Am ersten monumentalen Grabmal komme ich etwa 10 Kilometer vor Rom vorbei. Dort wo die Via del Casal Rotondo die Via Appia kreuzt und ab dort unter anderem Stra\u00dfenamen weiter verl\u00e4uft, steht noch der gr\u00f6\u00dfte Teil eines imposanten kreisf\u00f6rmigen Grabes. Es stammt vermutlich aus der Zeit des Kaisers <a href=\"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2017\/05\/21\/ara-pacis-augustae\/\">Augustus<\/a>. Heute wird es <em>Casal Rotondo<\/em> genannt. Der Name r\u00fchrt von der runden Form und dem Umstand her, dass auf dem Untergeschoss in sp\u00e4teren Zeiten ein heute noch stehendes Bauernhaus errichtet wurde.&nbsp;Der Unterbau des Grabdenkmals war an seiner Oberkante durch einen&nbsp;Fries&nbsp;dekoriert, an der Unterkante gab es Sitzm\u00f6glichkeiten. Praktisch.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Im 19. Jahrhundert errichtete der Arch\u00e4ologe <em>Luigi Canina<\/em> neben dem Grabmal eine Ziegelwand mit Fragmenten der Marmorverkleidung. Auf einem der Marmorst\u00fccke ist der Name Cotta zu lesen, was auf die Familie der <em>Aurelii Cotta<\/em> schlie\u00dfen l\u00e4sst, der Familie aus der auch die Mutter Julius C\u00e4sars stammte. Nach neuester Forschung geht man jedoch davon aus, dass diese Fragmente zu einem anderen Grabmal geh\u00f6ren. Wem der gro\u00dfe Rundbau geh\u00f6rte bleibt unbekannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur Grabm\u00e4ler, auch imposante Landsitze wie die <em>Villa der Quintilier<\/em>, s\u00e4umen die Via Appia Antica. Die Villa der drei Quintilier-Br\u00fcder <em>Sextus Quintilius<\/em>, <em>Valerius Maximus<\/em> und <em>Sextus Quintilius Condianus<\/em> war einst der gr\u00f6\u00dfte Wohnkomplex in den antiken Vorst\u00e4dten Roms. Heute erstrecken sich die Ruinen von der Via Appia Antica bis zur parallel verlaufenden Via Appia Nuova.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil die sch\u00f6ne Villa dem r\u00f6mischen Kaiser <em>Commodus<\/em> so gut gefiel, lie\u00df er im Jahr 182 die drei Br\u00fcder unter dem Vorwand hinrichten, sie h\u00e4tten eine Verschw\u00f6rung gegen ihn geplant und bezog den pomp\u00f6sen Landsitz selbst. Es lie\u00df die Geb\u00e4ude ausbauen und mit reichhaltigem Skulpturenschmuck und feinen Wand- und Bodenbel\u00e4ge aus farbigen Marmorplatten weiter ausschm\u00fccken. Arch\u00e4ologen gehen davon aus, dass f\u00fcr den Unterhalt der Kaiservilla Hunderte, wenn nicht Tausende von Bediensteten zust\u00e4ndig gewesen sein m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Urspr\u00fcnglich war die Villa von der Via Appia Antica aus \u00fcber einen gro\u00dfen Garten mit S\u00e4ulengang und einem monumentalen Nymph\u00e4um, einer Brunnenanlage, zu erreichen. Jenseits des Gartens befanden sich eine Reihe von H\u00f6fen und Repr\u00e4sentationsr\u00e4umen, eine gro\u00dfe Wellnessanlage und die kaiserlichen Privatr\u00e4ume mit Blick auf das umliegende Tal. Als begeisterter Anh\u00e4nger von Gladiatorenk\u00e4mpfen, wie <em>Joaquin Phoenix<\/em> als <em>Commodus<\/em> im <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Film Gladiator (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PP5NqL-moHg\" target=\"_blank\">Film Gladiator<\/a> den Kaiser verk\u00f6rperte, k\u00e4mpfe der echte Commodus aber wohl nur im privaten Rahmen und baute sich daf\u00fcr in seine weitl\u00e4ufige Villenanlage auch eine kleine Arena ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der linken Seite der Via Appia steht ein St\u00fcck weiter die gro\u00dfe Ruine eines Mausoleums, das man den <em>Quintili<\/em> zuschreibt. Einstmals war es ein pyramidenf\u00f6rmiges Mausoleum, heute steht nur noch der Betonkern aus puzzolanischem M\u00f6rtel und Lavasteinflocken. Ohne die Marmorverkleidung sieht der Klotz eher aus wie ein Pilz. <\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Vermutlich war das Grabmal dem des r\u00f6mischen Volkstribuns <em>Gaius Cestius<\/em> ziemlich \u00e4hnlich, das heute noch an der Via Ostiense in Rom steht und der nahen U-Bahn-Station <em>Piramide<\/em> ihren Namen gab. Vor f\u00fcnf Jahren wurde die <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Cestius-Pyramide (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/twitter.com\/DasErbeRoms\/status\/1325362976363339776\" target=\"_blank\">Cestius-Pyramide<\/a> restauriert. Die Kosten von zwei Mio. Euro hat der japanische Unternehmer Yuzo Yagi \u00fcbernommen. L\u00f6blich.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Das n\u00e4chste Grabmal ist das sogenannte erste Backsteinmonument. Es handelt sich um einen kleinen Tempel aus zweifarbigen Ziegeln aus dem zweiten Jahrhundert. Die heutige Fassade mit den zahlreichen Marmoreins\u00e4tzen wurde im 19. Jahrhundert von <em>Luigi Canina<\/em>, dem f\u00fcr die Via Appia zust\u00e4ndigen Arch\u00e4ologen, in Auftrag gegeben. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend man bei vielen Grabm\u00e4ler an der Via Appia nicht mehr wei\u00df, zu welcher Person oder Familie sie geh\u00f6ren, ist das bei der n\u00e4chsten Grabst\u00e4tte anders. Es geh\u00f6rt den <em>Rabirii<\/em>. Allerdings sah das Monument nicht so aus, wie es sich uns heute darstellt. <em>Luigi Canina<\/em> hat eine Mauer errichten und die Steintafel mit den drei Portr\u00e4tb\u00fcsten der Familie <em>Rabirius<\/em> dort eingelassen.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Auf der linken Seite sehen wir <em>C(aius) Rabirius Hermodorus<\/em>. Das K\u00fcrzel&nbsp;\u201e<em>Post. L.<\/em>\u201c am Ende des Namens steht f\u00fcr <em>Libertus<\/em> und weist ihn als freigelassenen Sklaven (des <em>Postumus<\/em>) aus. Offenbar fand <em>Rabirius<\/em> nach seiner Freilassung einen eintr\u00e4glichen Beruf mit entsprechenden Einkommen, denn die Grabstelle war sicher nicht billig. Er zeigt sich den Passanten als vornehmer R\u00f6mer in Toga. Seine Frau lernte er vielleicht als Sklavin kennen, denn sie tr\u00e4gt den gleichen Namen, <em>Rabiria Demaris<\/em>. Das Ehepaar wurde um 40 v. Chr. hier begraben. Die dritte B\u00fcste tr\u00e4gt den Namen <em>Usia Prima<\/em> und wird als Priesterin der Isis beschrieben und dargestellt. Die Verehrung der \u00e4gyptischen G\u00f6ttin Isis kam schon im ersten Jahrhundert vor Christus mit \u00e4gyptischen H\u00e4ndlern vom Nil an den Tiber und erlebte mit der Ankunft <em>Kleopatras<\/em> in Rom einen ersten H\u00f6hepunkt. Die originalen B\u00fcsten des Grabmals befinden sich im R\u00f6mischen Nationalmuseum <a href=\"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2017\/07\/01\/palazzo-massimo-alle-terme\/\">Palazzo Massimo<\/a> neben dem Bahnhof Termini.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden unteren Grabm\u00e4ler werden dem Freigelassenen <em>Tiberius Claudius Secondo Filippiano<\/em> und den S\u00f6hnen des <em>Sextus Pompeius <\/em>zugeschrieben. <em>Tiberius Claudius<\/em> Grabmal besteht ebenfalls aus einer modernen Backsteinmauer und ist mit zwei Marmorplatten angereichert, die die Namen der Verstorbenen tragen. Auf den Sockeln standen einst die verlorenen Statuen von <em>Tiberius Claudius<\/em> und seinem Sohn, der im Alter von 9 Jahren vorzeitig starb. Traurig.<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Wenige Meter weiter steht das bekannte und m\u00e4chtige Grabmal der <em>Caecilia Metella<\/em>, Tochter eines r\u00f6mischen Konsuls und Schwiegertochter von <em>Marcus Licinius Crassus<\/em>. Der erlangte Ber\u00fchmtheit aufgrund seines immensen Reichtums und der Kreuzigung von 6.000 Sklaven entlang der Via Appia nach dem Sieg der R\u00f6mer \u00fcber das Sklavenheer des <a href=\"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2016\/11\/21\/capua-crassus-und-co\/\">Spartakus<\/a>. Etwa zwanzig Jahre sp\u00e4ter starb Crassus im Feldzug gegen die Parther und mit ihm 30.000 r\u00f6mische Legion\u00e4re. Unn\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Das riesige zylindrische Grabmal hatte als einzigen Schmuck einen Marmorfries mit Rindersch\u00e4deln. Diese gaben der ganzen Gegend den Namen Capo di Bove (Rinderkopf). Im Mittelalter wurde das Mausoleum zu einer Festung ausgebaut, sp\u00e4ter verfiel es. Bei den Ausgrabungen und Restaurierungen im 19. Jahrhundert wurde eine Schauwand errichtet, in die verschiedene Marmorreliefe von Grabm\u00e4lern aus der Umgebung verbaut wurden.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>Wie die Via Appia mit ihren Grabdenkm\u00e4lern rechts und links der Stra\u00dfe einmal ausgesehen haben k\u00f6nnte, zeigt eine Illustration aus einem Lexikon des 19. Jahrhunderts. Bestattungen entlang der Stra\u00dfen au\u00dferhalb der St\u00e4dte waren auch in den r\u00f6mischen Provinzen die \u00fcbliche Praxis. Sch\u00f6ne Beispiele gibt es beispielsweise aus Niedergermanien, wie das <a href=\"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2014\/10\/20\/unterirdisch-romisch\/\">gro\u00dfartige Grabmal<\/a> des <em>Lucius Poblicius<\/em> aus K\u00f6ln im R\u00f6misch-Germanischen Museum oder aus dem <a href=\"https:\/\/naehrlich.de\/daserberoms\/2015\/07\/03\/grab-mal-in-glanum\/\">gallischen Glanum<\/a> im heutigen S\u00fcdfrankreich.<\/p>\n\n\n\n\n\n<p>In der Villenanlage des r\u00f6mischen Kaisers <em>Marcus Aurelius Valerius Maxentius<\/em> wird gerade der Rasen gem\u00e4ht. Sie ist leider wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wie viele Museen und Arch\u00e4ologische St\u00e4tten geschlossen. Die Via Appia bietet hier f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger nicht mehr so viel Platz und der Verehr wird lebhafter. Zeit also, meinen Spaziergang zu beenden und mit dem n\u00e4chsten Bus ins Stadtzentrum zu fahren. Es gibt noch viel mehr zu sehen. N\u00e4chstes Mal!<\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n<p>Au\u00dferhalb der n\u00e4heren Umgebung Roms wird das antike Erbe der Via Appia leider nicht gepflegt. Der italienische Reiseautor <em>Paolo Rumiz<\/em> ist die Via Appia komplett von Rom bis nach Brindisi abgelaufen. Sein Buch handelt nicht nur von der Wiederentdeckung der ber\u00fchmten Stra\u00dfe, sondern ist auch eine Kampfschrift gegen den liederlichen Umgang der Italiener mit ihrem Erbe, schreibt Stefan Fischer in seinem Artikel <a aria-label=\"Vergessene Mutter aller Stra\u00dfen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/reise\/reisebuch-via-appia-italien-1.4411940\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vergessene Mutter aller Stra\u00dfen<\/a> in der S\u00fcddeutschen Zeitung.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachtrag vom 31.07.2024: Die Via Appia Antica wurde auf der <a href=\"https:\/\/whc.unesco.org\/en\/list\/1708\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">46. Sitzung des Unesco-Welterbekomitees<\/a> in Neu Delhi als sch\u00fctzenswertes Kulturgut der Menschheit anerkannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das hatte die Welt noch nicht gesehen: eine Stra\u00dfe, die bei jedem Wetter genutzt werden konnte, das ganze Jahr \u00fcber, zu jeder Tageszeit, zu Fu\u00df, zu Pferd oder mit einem Ochsenkarren. Die Via Appia war die erste gepflasterte Stra\u00dfe Europas, vielleicht sogar der Welt. Aus dem lateinischen Begriff strata (gepflastert) wurde unser Wort Stra\u00dfe. 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