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Ostia – der Handelshafen Roms

Ostia Antica ist eine sehenswerte archäologische Stätte unweit von Rom.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man in knapp einer Stunde von Roma Termini aus die erste Kolonie und spätere quirlige Hafenstadt der alten Römer. Im 2. Jahrhundert nach Chr. erlebte Roms Handelshafen seine größte Blütezeit. Die meisten noch heute erhaltenen öffentlichen und privaten Gebäudereste stammen aus dieser Epoche.

Unter den Kaisern Claudius und Trajan entwickelte sich Ostia zur Boomtown. Ein neues Hafenbecken wenige Kilometer nördlich des Stadtgebietes wurde angelegt, Lagerhäuser und Wohnquartiere in Ostia wurden erweitert und mehrstöckige Wohnhäuser gebaut. Geschäftsleute und Schiffsunternehmer, Händler und Handwerker, Arbeiter und Glücksritter zog es in die Stadt. Öffentliche Gebäude wie die vielen Thermenanlagen entstanden, Plätze und Straßen erhielten marmorne Säulengänge und Säulenhallen.

Hinter dem Bühnentheater von Ostia war ein öffentlicher Platz mit einer Säulenhalle angelegt, die den Besuchern Schutz vor Regen bot oder Schatten spendete. Später wurde die Flaniermeile zu einem Handelszentrum umgebaut. In die Säulengänge wurden Trennmauern eingezogen, so dass kleine Räume entstanden. In diesen statiziones genannten Firmenräumen residierten lokale Kollegien als auch internationale Handelsgesellschaften, Schifffahrtslinien, Reedereien und diverse Gewerbeorganisationen. Ihre Firmenlogos in Form von Mosaiken schmückten die Böden vor den Eingängen und wiesen so den Weg. Die meisten davon sind heute wieder zu sehen.

Die 3D Animation von Altair 4 Multimedia zeigt mit den Überblendungen schön, welche prachtvollen Gebäude die heutigen Ruinen von Ostia einst waren.

Ostia antica e porto di Traiano
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