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Jahr: 2016

Simon Scarrows Adler-Serie in XIIII Tweets

Der britische Autor Simon Scarrow veröffentlicht seit 2001 Romane über die Abenteuer der beiden römischen Soldaten Quintus Licinius Cato und Lucius Cornelius Macro. Die Adler-Serie beginnt im Jahr 42 n. Chr. in Germanien. Scarrow lässt seine beiden Romanhelden in vielen Provinzen des römischen Reiches, vor allem aber in Britannien, unter dem Adler Roms kämpfen.

Was bislang geschah im Schnelldurchgang: Weiterlesen

Britannia: Die Adler-Serie Band 14

Britannien im Jahr 52. Der Statthalter drängt vor dem Winter und seiner bevorstehenden Ablösung zum entscheidenden Schlag gegen die aufständischen Stämme. Die Römer wollen vor allem das Zentrum der Druiden auf der Insel Mona vernichten. Aber alles geht schief. Macro bekommt schon auf einem Erkundungsritt einen Pfeil in den Oberschenkel. Auf dem Weg nach Mona geraten die Legionäre in einen Hinterhalt. Dann versinkt die Invasionsflotte im Sturm. Die Briten verteidigen sich hartnäckig und der Feldzug zieht sich. Die Aufständischen bekommen Verstärkung, ihr Entsatzheer droht die Römer einzukesseln. Der Statthalter muss den Feldzug abblasen. Die Legionäre erkämpfen sich den Rückzug zum nächsten Militärstandort, dabei wird die Eliteeinheit der Blutkrähen aufgerieben. Cato bekommt die Nachricht, dass seine Frau bei der Geburt Ihres Sohnes gestorben ist. 

Simon Scarrow schickt in „Britannia“ seine Helden durch ein Tal der Tränen. Wie es weitergeht, wird sich im Sommer zeigen. Dann erscheint Scarrows nächster Band der Adler-Serie „Invictus“. Was bislang geschah habe ich in 14 Tweets zusammengefasst.

Capua, Crassus und Co.

Da holt man junge Menschen aus Kriegsgebieten, bringt sie in Brot und Arbeit, sorgt für eine gute Ausbildung, eröffnet ihnen eine neue Perspektive für ihr Leben. Und was ist der Dank? Sie sind damit unzufrieden, radikalisieren sich, werden gewalttätig, brechen einen Aufstand vom Zaun und stürzen eine ganze Region ins Chaos. Ist es denn die Schuld der Römer, das die Barbaren ihr Schicksal nicht annehmen wollen? Wird nicht Vergil schreiben: „Du aber, Römer, gedenke die Völker der Welt zu beherrschen und schaffe Gesittung und Frieden.“ Weiterlesen

Römisches Lapidarium im Neuen Schloss in Stuttgart

Römisches Lapidarium im Neuen Schloss in Stuttgart: Hier werden etwa 100 Steindenkmäler aus der römische Zeit Südwestdeutschlands präsentiert. Die ausgestellten Skulpturen, Reliefs und Inschriftensteine stammen aus der Mitte des 1. bis um die Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christus. Große Teile des heutigen Baden Württembergs gehörten damals zu den römischen Provinzen Obergermanien und Raetien. Weiterlesen

Pax Romana – Römer im Südwesten

Ein sonniger Sommertag in Obergermanien vor 1900 Jahren. Ein besonderer Tag. Auf dem Gelände eines großen landwirtschaftlichen Gutes versammeln sich Legionäre unter den neugierigen Blicken der Bevölkerung aus dem benachbarten vicus. Sie kommen aus dem Legionslager Argentoratum, um hier ihren Treueeid auf den Kaiser zu erneuern. Diese öffentlichen Veranstaltungen bringen nicht nur Abwechslung in den eintönigen Alltag der Soldaten und Feldarbeiter. Sie sollen auch ein Signal an die Bevölkerung sein. Pax Romana: Es herrscht Frieden im Imperium Romanum und das verdankt ihr dem Kaiser und seinen Legionären. Weiterlesen

Erkunder – Exploratori

Gewehr statt Gladius, Geländewagen statt Galopper. Ein wenig hat sich die Ausrüstung im Laufe der Zeit verändert, der Auftrag blieb aber nahezu identisch. Ob Exploratori der römischen Legion vor fast 2000 Jahren oder Erkunder der Bundeswehr in der 1980er Jahren: das Erkunden von Feind und Gelände war und ist eine der zentralen Aufgaben dieser Truppenteile.

Das es sich bei den historischen Vorbildern dieser drei Reiter um weit entfernte Vorfahren handeln könnte, ist so unwahrscheinlich nicht. Die Reiterverbände der Legionen wurden überwiegend von den Hilfstruppen gestellt, vielfach waren es Germanen.

Auf dem linken Foto stellen Reenactment Enthusiasten eine römische Reiterschwadron dar, in der Thraker aus dem Balkan dienten. Die Drachenstandarte ist bestimmt nach dem Originalfund aus dem Kastell Niederbieber gefertigt. Das einzig bisher bekannte Original einer Standarte in Drachenform wird im Haus der Archäologie in Koblenz gezeigt.

Das rechte Foto ist vor ziemlich genau 30 Jahren irgendwo um Lüneburg aufgenommen worden, als ich meinen Wehrdienst bei der 1./84 abgeleistet habe. Wir hatten zwar keine Drachenstandarte, aber dafür einen feuerspeienden Drachen im Bataillonswappen.

Mogontiacum – das römische Mainz

Mogontiacum war der größte römische Militärstandort in Obergermanien. Zwei Legionen mitsamt Hilfstruppen und Tross waren permanent hier stationiert. Außerdem war Mogontiacum ein wichtiger Stützpunkt der römischen Rheinflotte. Viele Legionen haben die antiken Mainzer im Laufe der Zeit gesehen, doch mit einem der militärischen Großverbände der Römer war die Stadt besonders verbunden: Die Legio XXII Primigenia Pia Fidelis war ab dem Jahr 93 bis Mitte des 4. Jahrhunderts hier stationiert. Sie gilt als die Mainzer Hauslegion. Einige ihrer Veteranen sind durch Inschriften auf Grabsteinen namentlich bekannt. Weiterlesen

Kaiser Augustus schenkt sich einen Tag

Heute ist der 31. August. Moment, der 31. August? Der Vormonat hatte doch auch schon 31 Tage. Müsste der August daher nicht 30 Tage haben?

Müsste schon, hat er aber nicht. Als Kaiser Augustus sich kalendarisch in dem schönen Sommermonat verewigte, wollte er nicht, dass sein Monat weniger Tage hat als der von Julius Cäsar. Verwandtschaft hin oder her. Wenn der Juli 31 Tage hat, kann der August nicht nur 30 Tage haben. Die Folge: Wer wenig hat, dem wird genommen. Der Februar schrumpfte von 29 auf 28 Tage. Immerhin: So unvernünftig, dem August 32 Tage zuzuweisen, war Cäsars Großneffe nicht.

Mehr über den Römischen Kalender erfährt man u.a. hier.

Römerstraßen – Lebensadern des Imperiums

Von Schottland bis Afrika, von Portugal bis Syrien zogen sich die römischen Fernstraßen kreuz und quer durch das Imperium Romanum, überquerten Flüsse und durchzogen Berge und Gebirge. Insgesamt über 80.000 Kilometer werden es wohl gewesen sein. Oft wie mit dem Lineal schnurgerade gezogen, wurden Sie von Legionären und Kurieren, Händlern und Reisenden aller Art genutzt. Die wichtigsten Straßen waren gepflastert und hatten einen mehrschichtigen Unterbau. Die Römerstraßen konnten damit ganzjährig und unabhängig von Witterungsbedingungen genutzt werden. Weiterlesen

Kunsthistorisches Museum Wien

Kunsthistorisches Museum Wien, nicht nur schön wenn es regnet. Für Freunde der Antike hält das Kunsthistorische Museum zwei besondere Schmankerl bereit: die Antikensammlung im Hauptgebäude am Maria-Theresien-Platz und das Ephesos Museum in der Neuen Burg. Im Jahr 1891 wurde das Museum eröffnet. Heute gehört es mit 900.000 Besuchern jährlich zu einer der meistbesuchten Wiener Sehenswürdigkeiten. Weiterlesen