Ägypten·Militär·Römer·Türkei·Zivil

Kunsthistorisches Museum Wien

Kunsthistorisches Museum Wien, nicht nur schön wenn es regnet.

Für Freunde der Antike hält das Kunsthistorische Museum zwei besondere Schmankerl bereit: die Antikensammlung im Hauptgebäude am Maria-Theresien-Platz und das Ephesos Museum in der Neuen Burg. Im Jahr 1891 wurde das Museum eröffnet. Heute gehört es mit 900.000 Besuchern jährlich zu einer der meistbesuchten Wiener Sehenswürdigkeiten.

Die Antikensammlung enthält unter anderem römische Kunst sowie Skulpturen und Porträts. Neben Göttern, Kaisern und Legionären werden auch Männer und Frauen der Mittelschicht aus dem römischen Ägypten gezeigt. Ihre sogenannten Mumienporträts sind Bilder, die mit Malfarbe oder als Wachsmalerei (Enkaustik) auf Holztafeln gezeichnet wurden. Diese wickelte man in die Mumienumhüllung ein und gab sie den Toten mit. Wohl im späten letzten vorchristlichen oder frühen 1. nachchristlichen Jahrhundert entstand dieser Brauch. Viele der Portraits hat man in den Nekropolen der antiken Stadt Philadelphia gefunden. Ihre Ruinen werden heute als er-Rubayyat bezeichnet.

Auch das kleinere Ephesos-Museum ist sehenswert. Seit dem Jahre 1895 legen österreichische Archäologen die Ruinen der antiken Stadt Ephesos in der Türkei frei. Bis 1906 kamen zahlreiche Fundobjekte nach Wien, die heute in der Dependance der Antikensammlung ausgestellt sind. Berühmt ist das Parthermonument, ein wohl ehemals 100m langes Relief von dem sich größere Partien erhalten haben. Allerdings in nicht immer gutem Zustand. Das römische Staatsdenkmal zeigt den Sieg des römischen Kaisers Lucius Verus über die Parther, einem Volk das im Gebiet des heutigen Iran lebte. Die Reliefs zeigen Schlachtszenen, Götterdarstellungen, die Vergöttlichung des Lucius Verus und mehr. Die Römer gewinnen, die Barbaren verlieren. Tja, Geschichte wird von Siegern geschrieben. Roma victor!

Weiterlesen:

Hinterlasse einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.