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Soldatenleben

“Ich bitte Dich nun, mein Herr und Vater, schreibe mir ein Briefchen; erstens über Dein Wohlbefinden, zweitens über das meiner Geschwister, drittens, damit ich Deine Handschrift verehren kann, weil Du mich gut erzogen hast und ich daher hoffe, bald befördert zu werden, so es die Götter wollen. Mein Name ist jetzt Antonius Maximus. Ich diene in Misenum auf dem Kriegsschiff Athenonike.“ Diese Zeilen auf Papyrus schrieb Apion, Sohn des Epimachos, aus einem Dorf nahe bei Karanis im 2. Jahrhundert an seine Familie.

Aus Bosra schrieb 108 n. Chr. Iulius Apollinarius an seinen Vater in Karanis: “Die Dinge stehen gut für mich. Mit Sarapis’ Hilfe bin ich hier heil angekommen, und während andere den ganzen Tag im Steinbruch arbeiten und ähnliche schwere Arbeiten verrichten, bin ich bis zum heutigen Tag von solchen Mühen verschont geblieben. Der Legat der Legion hat mich in die Verwaltung gesteckt.”

Die Ausstellung im Papyrusmuseum Die Legionäre des Kaisers. Soldatenleben im römi­schen Ägyp­ten beleuch­tet die Armee des Imperium Romanum zum ers­ten Mal von einem außer­ge­wöhn­li­chen Blickwinkel – aus der Sicht der Soldaten selbst. Die Papyrussammlung der Österreichischen Nationalbibliothek ist mit über 180.000 Objekten eine der größten Sammlungen dieser Art in der Welt.

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