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Klassizismus in Dresden

Dresden ist weit weniger vom Klassizismus geprägt als beispielsweise Berlin. Doch mit dem Schloss Albrechtsberg gelang den Preußen ein Stilexport in das überwiegend barocke Elbflorenz. Das Schloss Albrechtsberg, auch Albrechtsschloss genannt, ist eines der drei Elbschlösser am rechten Elbufer in Dresden.

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Klassizismus in Dresden. Die Nordseite von Schloss Albrechtsberg mit Schlosshof.

Der preußisch-klassizistische Bau wurde von dem Schinkel-Schüler Adolf Lohse im 19. Jahrhundert für einen verbannten Preußenprinz errichtet. Wesentlich für die Gestaltung war der Rückgriff auf Formen klassischen Bauens – griechische und römische Antike, italienische Renaissance und ihre traditionelle Verwendung. Die DDR nutzte das Objekt später unter dem Namen “Pionierpalast Walter Ulbricht” als Freizeitzentrum für Dresdner Kinder. In einem Teil des Schlossgeländes entwickelte sich nach der Wende daraus die JugendKunstschule Dresden. Das Haupthaus und weitere Gebäude werden von der Hotel- und Gaststättenschule Schloss Albrechtsberg GmbH genutzt.

Das sogenannte Römisches Bad ist eine Terrassenanlage im Park des Schlosses mit großem Wasserbassin und halbkreisförmigem Säulengang. Es befindet sich am Elbhang unterhalb des Schlosses. Gegenwärtig sind noch nicht alle Sanierungsarbeiten abgeschlossen und der nähere Zugang ist nicht möglich. Das Schloss umgibt eine schöne Parkanlage. Geschwungene Wege, kleine Brücken und ein Viadukt, künstlich angelegte Teiche, Felsen und ein Wasserfall zeichnen die verschiedenen Parklandschaften aus. In der Nachbarschaft des spätklassizistischen Preußenschlösschens liegen die anderen beiden Elbschlösser: Die ebenfalls im Stil des Berliner Spätklassizismus errichtete Villa Stockhausen (Lingnerschloss) und das im Stil der Neugotik gebaute Schloss Eckberg.

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