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Römermuseen in Nordrhein-Westfalen

Entlang des Rheins lagen in Nordrhein Westfalen die Römerstädte Colonia Ulpia Traiana (Xanten), Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) und Bonna (Bonn). Heute gibt es dort bedeutende Museen mit römischen Sammlungen.

Ein viertes Römermuseum besteht in Haltern am See, dem römischen Militärstandort Aliso. Einst Roms Brückenkopf zur Eroberung des freien Germaniens und letzter Militärstützpunkt auf rechtsrheinischen Gebiet. Was zeigen die Römermuseen in Nordrhein-Westfalen und lohnt sich ein Besuch?

Römermuseum Köln: Römisch-Germanisches MuseumKöln: Römisch-Germanisches Museum

Direkt neben dem Kölner Dom steht das RGM – das Römisch-Germanische Museum. Das große Mosaik mit Szenen aus der Welt des Dionysos und der rekonstruierte Grabbau des Legionärs Poblicius sind wohl die bekanntesten Ausstellungsstücke. In den 1970er Jahren baute man das Museum um die Fundstelle des Mosaiks. Ein Besuch lohnt sich, auch wenn die ganze Einrichtung schon ein bisschen angestaubt wirkt. Faktencheck: In wenigen Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof zu erreichen. Fast 5000 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 9 Euro, Montags ist das RGM geschlossen. Kaffee und Kuchen gibt es woanders.

Römermuseum Bonn: LVR-LandesMuseumBonn: LVR-LandesMuseum

Nicht nur um die Römer geht es im Rheinischen Landesmuseum für Archäologie, Kunst- und Kulturgeschichte. Das Bonner Haus zeigt keine so spektakulären Exponate wie das RGM in Köln, verfügt aber über eine sehr stimmige Konzeption und schöne Stücke aus der römischen Zeit. Das Gebäude aus den 1960er Jahren wurde von 1997 bis 2003 umgebaut und erhielt dabei auch die Glashülle. Die Kosten liefen ein bisschen aus dem Ruder und betrugen am Ende 80 statt 45 Mio. Euro. Faktencheck: In ein paar Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof zu erreichen. Knapp 6000 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 8 Euro, Montags ist das Museum geschlossen. Kaffee, Kuchen und mehr gibt es im Restaurant im Erdgeschoß.

Xanten: LVR-RömerMuseumXanten: LVR-RömerMuseum

Im Archäologischen Park Xanten liegt das Römermuseum. Das Museum ist Teil der Schutzbauten über den Resten der antiken Thermenanlage. Über den Grundmauern der einstigen Eingangshalle erhebt sich das zwanzig Meter hohe Museumsgebäude aus Stahl und Glas. Ein Großteil der Ausstellung ist auf frei im Raum abgehängten Rampen und Ebenen zu sehen. Nicht weniger sehenswert sind die Rekonstruktionsbauten im Bereich des Parks. Eröffnet wurde das Museum im Jahr 2008. Faktencheck: In etwa 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof zu erreichen. Knapp 2000 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt (für Museum und Park) regulär 9 Euro, geöffnet wird täglich. Kaffee und Kuchen gibt es in einem kleinen Cafe vor dem Museum.

Haltern am See: LWL-RömermuseumHaltern am See: LWL-Römermuseum

Zwischen Ruhrgebiet und Münsterland liegt Haltern am See und das dortige Römermuseum. Die niedrige Architektur des 1993 eröffneten Museumsgebäudes mit den gläsernen Spitzen der Dachkonstruktion ist einem römischen Zeltlager nachempfunden das sich an dieser Stelle befand. Seit mehr als hundert Jahren wird die nur etwa 25 Jahre dauernde Präsenz der Römer in Haltern erforscht. Die Ausstellungsobjekte im Museum werden ab 2016 ergänzt durch einen Archäologischen Park mit Mauern, Toren und Innenbauten des hier vermuteten römischen Kastells Aliso. Faktencheck: In etwa 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof zu erreichen. Rund 1000 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 4 Euro, Montags bleibt das Museum geschlossen. Kaffee und Kuchen gibt es im Museumscafé.

Eine Übersicht über Deutsche Museen mit Römer-Abteilung finden sich auf den Seiten von Forum Traiani Archäologie & Kulturgeschichte e.V.

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