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Der Adler der neunten Legion

Happy Birthday Rosemary Sutcliff. Heute wäre die englische Schriftstellerin 94 Jahre alt geworden. Bekannt wurde Sie vor allem durch ihre Jugendbücher über die römische Besatzungszeit Britanniens. Ihr Roman Der Adler der neunten Legion erschien 1954, auf Deutsch 1970. Mein Exemplar ist von 1973 (4. Auflage) und hat 3,80 DM gekostet.

Der junge römische Centurio Marcus Aquila wird Kommandant einer römischen Garnison in Britannien. Ihm geht ein Ruf voraus. Sein Vater war Offizier in der neunten Legion, die nach einem Einsatz gegen Aufständische verschwand. Und mit ihr das Feldzeichen, die Adlerstandarte. Eine schlimmere Schmach gibt es nicht. Aquila macht sich auf den Weg in das Land hinter dem Hadrianswall, um den Adler zu suchen und die Ehre seiner Familie wieder herzustellen. In zwei weiteren Büchern „Der silberne Zweig“ und „Drachenschiffe drohen am Horizont“ wird die Familiengeschichte über die Jahrhunderte weiter erzählt.

Der Adler der neunten Legion ist nicht nur ein spannendes Buch, sondern auch eine zeitlose Geschichte. Zum Erscheinen des gleichnamigen Filmes von Kevin Macdonald schreibt Hubert Spiegel in der FAZ. „Marcus Aquila ist ein Produkt jenes Globalisierungsprozesses, als den man Roms Expansion begreifen kann, ein Mann, der vorurteilslos auf eine unterlegene Kultur blickt, der die Perspektive zu wechseln vermag und deshalb lernt, Begriffe wie Freiheit und Heimat zu neu zu bestimmen.“

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