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Centurio Marcus Caelius, MiA 9 n. Chr.

Marcus Caelius fiel im Jahr 9. n. Chr. in der Varusschlacht in Germanien. Seine sterblichen Überreste wurden nie gefunden, Missing in Action würde man heute sagen. Ein Gedenkstein erinnert an den römischen Centurio aus dem heutigen Bologna. Vor 2000 Jahren ließ sein Bruder Publius Caelius ein leeres Grab und diesen Stein errichten. Marcus Caelius war Führer einer Hundertschaft in der ersten Kohorte der 18. Legion. Das Bildnis weist den 53jährigen als einen hoch dekorierter Soldaten aus.

Ausgestellt ist der Gedenkstein auch im Museum und Park Kalkriese.

Aufständische Germanen schlugen in den Wäldern und Mooren des Teutoburger Waldes drei römische Legionen vernichtend. 20.000 Soldaten und Angehörige des Trosses starben. Das Gebiet östlich des Rheins wurde nicht Teil des römischen Reiches. Wenig Empirie, viel Phantasie, wechselnde Interpretationen: Wo war der Ort der Varus-Schlacht? Wie war es möglich, dass bewaffnete Bauern und Gelegenheitskrieger eine kampferprobte Berufsarmee vollständig vernichteten? Was für eine Rolle spielten der römische Statthalter Publius Quinctilius Varus und der Anführer der aufständischen Germanen Arminius? Welche Folgen hatte die Schlacht für die Entwicklung Deutschlands? Viel ist darüber geschrieben worden, jeder hat sich so seine Wahrheit zurechtgebogen.

Arminius, Fürstensohn aus dem Stamm der Cherusker, in Rom erzogen und als Soldat ausgebildet, diente er im Heer des Varus als Führer germanischer Hilfstruppen. Er wandte sich gegen das Imperium, vereinte verschiedene germanische Stämme und schlug die Römer im Teutoburger Wald vernichtend. Für die einen Verräter, für die anderen Freiheitskämpfer, wurde “Hermann” im 19. Jahrhundert zum Denkmal und deutschen Mythos. Was seine Beweggründe waren, weiß man nicht. Und die Folgen seines Sieges? War die Varus-Schlacht der Tag, an dem Deutschland entstand?

Wie der Offizier Arminius zum Verräter wurde. In dem Zweiteiler “Kampf um Germanien” rekonstruierte das ZDF zur 2000-Jahr-Feier 2009 die Schlacht im Teutoburger Wald. “Leider verliert sich der Film in Pathos”, schreibt Berthold Seewald in der WELT.

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