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Merida – das kleine Rom

Mérida: Veteranenkolonie, Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania und Paradies für Freunde der römischen Antike. Die spanische Kleinstadt mit ihren rund 55.000 Einwohnern in der autonomen Provinz Extremadura lebt von ihrem reichhaltigen römischen Erbe. Seit 1993 ist die heute wieder so viele Einwohner wie zu antiken Zeiten zählende Stadt Unesco-Weltkulturerbe.

Kaiser Augustus ließ die 25 v. Chr. für seine Veteranen der 5. und 10. Legion gegründete Stadt Emerita Augusta am Reißbrett entwerfen und mit allem ausstatten, was das urbane Leben auszeichnete: Eine Wasserversorgung über mehrere Aquädukte und öffentliche Bäder, eine Wagenrennbahn und ein Amphitheater, dessen Fassade der des Kolosseums in Rom glich, ein Schauspieltheater, Tempel und Foren. Das einige der Einwohner der antiken Stadt es zu erheblichem Wohlstand brachten, davon zeugen die Überreste stattlicher Villen.

Eine mächtige fast 800 Meter lange Brücke überspannt den Rio Guadiana. Später rollte bis Anfang der 1990er Jahre auch noch der Autoverkehr über diese längste Römerbrücke der Welt. Seit 1986 ist Mérida noch um eine Attraktion reicher: das von Stararchitekt Rafael Moneo entworfene Nationalmuseum für römische Kunst und Kultur wurde eröffnet.

Über das römische Merida und die mythologische Geschichte über die dortige Verehrung der Fruchtbarkeitsgöttin Ceres informiert der SWR-Beitrag aus der Reihe “Schätze der Welt – Erbe der Menschheit” von 2011.

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