Germanien·Römer

Römermuseen in Bayern

Vor 2000 Jahren gehörte der südliche Teil des heutigen Bayern zur römischen Provinz Raetien. Das Erbe der Römer lässt sich in verschiedenen Museen erleben. Was zeigen die wichtigsten Römermuseen in Bayern und lohnt sich ein Besuch?

Straubing: GäubodenmuseumStraubing: Gäubodenmuseum

In der Straubinger Altstadt liegt das Gäubodenmuseum. Glanzstück der Sammlung ist der römische Schatzfund. Seine Gesichtshelme, Beinschienen und Rossstirnen bilden auch heute noch den größten bekannten Komplex römischer Paraderüstungen. Etwa vier Kilometer vom Museum entfernt liegt der Römerpark auf dem Areal des ehemaligen römischen Steinkastells und des Lagerdorfes. Faktencheck: Das Museum ist in 15 Minuten zu Fuß vom Bahnhof zu erreichen. Etwa 500 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 4 Euro, der Eintritt in den Römerpark ist frei. Der Römerpark ist immer zugänglich, das Museum ist Montags geschlossen. Kaffee und Kuchen gibt es in der Nähe.

Weißenburg: RömermuseumWeißenburg: Römermuseum

Das RömerMuseum Weißenburg verdankt seine Existenz einem Schatz, der etwa 250 n.Chr. in der Nähe vergraben und 1979 wieder entdeckt wurde. So wurde 1983 aus dem einstigen Heimatmuseum das heutige Römermuseum. Im März 2017 wurde es nach umfangreichen Umbaumaßnahmen und einer Neukonzeption der Ausstellung neu eröffnet. Höhepunkt des Museums sind die Objekte aus dem Weißenburger Schatzfund und die bronzenen Reitermasken. Unweit entfernt liegen die Reste des Kastells Biriciana und die Thermen. Faktencheck: Vom Bahnhof geht man 10 Minuten zum Museum. Vielleicht 1000 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 6 Euro. Vom 15. März bis 30. Dezember ist das Museum täglich geöffnet. Kaffee und Kuchen gibt es im Museumscafé Meyer.

Ruffenhofen: LimeseumRuffenhofen: Limeseum

Ein Museumsneubau ist das 2012 eröffnete Limeseum in Ruffenhofen zwischen Weißenburg und Schwäbisch Hall. Das architektonisch anspruchsvolle Museum veranschaulicht den Limesabschnitt zwischen Mönchsroth und Arberg. Der Soldat December, der namentlich aus dem Kastell Ruffenhofen überliefert ist, berichtet in Exponaten, Hörstationen und einem Film aus seinem Leben und begleitet den Besucher durch die Ausstellung. Im Römerpark vor dem Museum zeichnen Bodenpflanzen die Umrisse des ehemaligen Kastells nach. Faktencheck: Am besten mit dem PKW anreisen. Etwa 500 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 5 Euro, Montags ist das Museum geschlossen. Kaffee und Kuchen gibt es im kleinen Museumscafé.

Aschaffenburg: PompejanumAschaffenburg: Pompejanum

Angeregt durch die Ausgrabungen in Pompeji ließ König Ludwig I. von 1840 bis 1848 die Nachbildung eines römischen Wohnhauses, das Pompejanum, am Mainufer in Aschaffenburg errichten. Nachgebaut wurde die Casa dei Dioscuri. Um zwei Innenhöfe, das Atrium mit seinem Wasserbecken und das begrünte Viridarium im rückwärtigen Hausteil, sind im Erdgeschoss die Empfangs- und Gästezimmer, die Küche und die Speisezimmer angeordnet. Faktencheck: Vom Bahnhof geht man 10 Minuten zu Fuß. Etwa 300 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 5,50 Euro, vom 23. März bis 1. November ist das Museum täglich außer Montags geöffnet. Kaffee und Kuchen gibt es in der Stadt.

Römermuseum Osterburken: RömermuseumMünchen: Glyptothek

Die Glyptothek München ist das älteste öffentliche Museum. Hier am Königsplatz werden griechische und römische Marmorstatuen in einem räumlichen Ambiente präsentiert, das an die Architektur römischer Thermengebäude erinnert. Die Glyptothek besitzt Skulpturen, Mosaike und Reliefs bis in die spätrömischen Zeit. Die Sammlung geht in erster Linie auf König Ludwig I. zurück. Faktencheck: In gut 15 Minuten ist man vom Hauptbahnhof zu Fuß bei der Glyptothek. Mehr als 1500 qm Ausstellungsfläche. Der Eintritt beträgt regulär 6 Euro (inkl. der Antikensammlungen gegenüber), Montags ist das Museum geschlossen. Kaffee und Kuchen gibt es in den Museumscafés im Innenhof und im Saal VIII. Ab Herbst 2018 soll die Glyptothek für ein Jahr geschlossen werden.

Weitere Römermuseen in Bayern gibt es u.a. im oberbayerischen Manching (Kelten-Römer-Museum) und in Kempten (Archäologischer Park Cambodunum). Die Archäologische Staatssammlung München soll 2021 wieder eröffnen, das Römische Museum in Augsburg ist seit 2012 geschlossen. Dafür gibt es im Münchener Residenzmuseum einen Saal mit antiken Büsten römischer Herrscher und ihrer Familien.

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