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Schlagwort: Architektur

Wien und die Antike – Helden, Götter und Herrscher

Wien und die Antike? Aber ja, denn Wien ist mehr als Sissi- und Fiakerkitsch, Kaffeehaus- und Heurigengemütlichkeit. Wien ist auch Schauplatz zahlreicher Reminiszenzen an die griechisch-römische Antike. Hier gehen die europäische Antikenbegeisterung des 19. Jahrhunderts, die Spuren und Erinnerungen aus fast sechs Jahrhunderten römischer Provinzen und der Rückgriff des habsburgischen Kaisertums auf die Ausdrucksformen der römischen Kaiser seit Augustus Hand in Hand. Der Wiener Hof sah sich als „Neues Rom“ und das sollte in der Architektur seinen Ausdruck finden. Im Wien der Antike geben sich Helden, Götter und Herrscher die Klinke in die Hand. Weiterlesen

Klassizismus in Dresden

Dresden ist weit weniger vom Klassizismus geprägt als beispielsweise Berlin. Doch mit dem Schloss Albrechtsberg gelang den Preußen ein Stilexport in das überwiegend barocke Elbflorenz. Das Schloss Albrechtsberg, auch Albrechtsschloss genannt, ist eines der drei Elbschlösser am rechten Elbufer in Dresden. Weiterlesen

Göltzschtalbrücke – Eisenbahnviadukt

Die Göltzschtalbrücke ist ein Eisenbahnviadukt und die größte Ziegelstein­brücke der Welt. Ihre Bögen verströmen die Anmut römischer Aquädukte. Die Brücke überspannt das Göltzschtal bei Netzschkau, einem kleinen Ort zwischen Plauen und Zwickau.

Eine sehr freundliche Ehrenamtliche vom Fremdenverkehrsverein Nördliches Vogtland kommt über den Parkplatz, um mir einen Infoflyer zu bringen. Das kleine Flüsschen Göltzsch fließt beschaulich zwischen den Brückenpfeilern hindurch, auf der Bundesstraße Staatsstraße 295 fährt ab und zu ein Auto. Weiter vorne lässt jemand eine Kameradrohne aufsteigen. Die Sonne scheint. Es ist Sonntagvormittag. Weiterlesen

Das klassizistische Athen

Der Klassizismus als Rezeption der griechischen Antike prägt das Bild vieler Städte wie Berlin („Spree-Athen“), Paris, London oder auch Moskau. Auch in Athen selbst finden sich schöne Beispiele klassizistischer Architektur aus dem 19. Jahrhundert. Mit der Gründung des griechischen Staates nach dem Unabhängigkeitskrieg gegen das Osmanische Reich wurde Athen 1834 unter König Otto, einem Sohn des späteren König Ludwig I. von Bayern, Hauptstadt. Zwei Schüler des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel, Stamatios Kleanthis und Eduard Schaubert, erhielten vom König den Auftrag, einen Masterplan für die neue Hauptstadt zu entwickeln. Weiterlesen

Spree-Athen

Den Beinamen Spree-Athen verdiente sich die preußische und später deutsche Hauptstadt auch mit den im Stil der Antike verpflichteten klassizistischen Bauten. Zwischen 1815 und 1830 verwirklichte Karl Friedrich Schinkel Bauwerke wie die Neue Wache, das Schauspielhaus am Gendarmenmarkt und das Alte Museum auf der Berliner Museumsinsel. Eine preußische Akropolis sollte die 1876 fertiggestellte Nationalgalerie werden. Auch im Stil des Klassizismus errichtet sind das 1855 eröffnete Neue Museum sowie der Kolonnadenhof, das an drei Seiten von Säulengängen umschlossenes Freigelände vor dem Eingang der Alten Nationalgalerie. Weiterlesen