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Jahr: 2018

Stadtrundgang durch das römische Tarragona

Die Stadt des ewigen Frühlings nannten die Römer Tarraco wegen des milden Klimas. Besucht man Tarragona Anfang Mai, zeigt sich der Frühling von seiner sonnigen Seite. Während es in Barcelona morgens in Strömen aus dunklen Wolken regnet, bringt mich der Regionalzug der Frühlingsonne entgegen. Zehn Minuten vor Tarragona ist der Himmel blau und der Regen weg. Und das bleibt auch am zweiten Tag meines Besuches so. Das römische Tarragona schafft man nicht an einem Tag zu besichtigen. Weiterlesen

Colonia Iulia Urbs Triumphalis Tarraco

Im Bereich des ehemaligen Provinzialforums, im Kulturzentrum an der Placa del Pallol 3 in Tarragona, steht ein Modell, das die Hafenstadt so zeigt, wie sie im 2. Jahrhundert ausgesehen haben soll. Damals hieß der Ort Tarraco und hatte sich vom römischen Militärstützpunkt zur Provinzhauptstadt gemausert. Die 18qm große Fläche zeigt die Colonia Iulia Urbs Triumphalis Tarraco, wie die Stadt mit vollem Namen hieß, im Maßstab 1:500. Drei Jahre baute man an dem Modell, rund 7800 Arbeitsstunden wurden investiert. Weiterlesen

Neueröffnung: Musee de la Romanite Nimes

Das Rom Frankreichs hat eine neue Attraktion: Das futuristische Musee de la Romanite Nimes neben dem Amphitheater in Nimes. Am 2. Juni 2018 hat es eröffnet. Entworfen wurde es von der Architektin Elizabeth de Portzamparc. Das neue Museum kann jetzt 5.000 seiner 25.000 Exponate auf knapp 10.000 qm Ausstellungsfläche zeigen. Die gewellte Struktur der Außenfassade besteht aus mehr als 6.000 Glasquadraten und soll sowohl an den Wurf einer römischen Toga als auch an römische Mosaike erinnern. Andere erinnert es an ein gläsernes Kettenhemd. Wie auch immer, schön sieht es aus. Weiterlesen

Farum Brigantium – Herkulesturm

Farum Brigantium, der römische Leuchtturm in Brigantium, dem heutigen A Coruna in Spanien, ist der älteste noch in Betrieb stehende Leuchtturm der Welt. Als er im Jahr 110 von dem Architekten Gaius Sevius Lupus entworfen wurde, markierte der Atlantische Ozean die Westgrenze des Imperium Romanum. Für die Handelsschiffe nach Gallien, Britannien und weiter in den Norden war der sogenannte Herkulesturm ein wichtiger Orientierungspunkt. Weiterlesen

Römermuseen in Bayern

Vor 2000 Jahren gehörte der südliche Teil des heutigen Bayern zur römischen Provinz Raetien. Das Erbe der Römer lässt sich in verschiedenen Museen erleben. Was zeigen die wichtigsten Römermuseen in Bayern und lohnt sich ein Besuch? Weiterlesen

Alles richtig in Augusta Raurica

Mit 19.999 anderen Besuchern war ich im letzten August beim Römerfest Augusta Raurica. Wie beim letzten Mal ist es sommerlich heiß. Wieder bin ich froh, ohne Kettenhemd oder Schienenpanzer, ohne Bären- oder Wolfsfell über einem Legionärshelm unterwegs zu sein. Wieder haben die Organisatoren ein schönes Fest im Zeichen der antiken Unterhaltungsindustrie auf die Beine gestellt. Weiterlesen

Casa Romana – das römische Haus auf Kos

Nach dem Erdbeben von 1933 nutzten die Italiener die Zerstörungen, um das antike römische Erbe auf Kos wieder sichtbar zu machen. Der Archäologe Luciano Laurenzi und sein Team gruben u.a. die Reste einer großen römischen Villa aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. aus. Es stand einst nahe der Hauptstraße Decumanus Maximus und wurde wohl beim Erdbeben im Jahr 465 zerstört. Bis 1940 rekonstruierten die Archäologen die Casa Romana, die einst 37 Räume auf einer Fläche von 2300 Quadratmetern hatte und die größte römische Villa in Griechenland war. Später wurde das Gebäude als Lazarett genutzt, nach dem Krieg verfiel das Anwesen immer mehr. Der heutige gute Zustand ist umfangreichen Restaurierungsarbeiten zu verdanken, die ab dem Jahr 2000 durchgeführt wurden. Weiterlesen

Das Archäologische Museum Kos

Das archäologische Museum Kos auf der schönen Ferieninsel gefällt architektonisch und zeigt einige schöne Statuen aus griechischer und römischer Zeit. Das Atrium empfängt den Besucher mit einem beeindruckenden Bodenmosaik. Manche der Stücke wurde beim Odeon, der Casa Romana und dem Asklepios Heiligtum gefunden. Einträchtig stehen sie im Atrium und in den Sälen des Museums aus italienischer Zeit herum, doch verbindet zwei von ihnen eine finstere Geschichte. Zumindest der Mythologie nach. Weiterlesen

Der Hadrianswall: Roms nördlichste Grenze

Vor 30 Jahren wurde eine der heute bekanntesten Touristenattraktionen Nordenglands von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt: der Hadrianswall. Im Jahr 2017 präsentieren zehn Museen am Wall aus diesem Anlass die Sonderausstellung Hadrians Cavalry. Einzigartiger Höhepunkt ist die Reenacment-Show Hadrians Cavalry Turma, am ersten Juli-Wochenende in Carlisle. Für mich Anlass, der einstigen Nordgrenze Roms einen Besuch abzustatten.

Mein Flieger landet gegen Mittag in Edinburg und so bleibt auf dem Weg nach Carlisle noch Zeit für einen Abstecher zum Hardknott Pass im Lake District Nationalpark. Der Pass ist bekannt für seine Steigungen von streckenweise 30 Prozent. Mich aber interessieren neben der tollen Landschaft vor allem die Reste des römischen Forts aus dem frühen 2. Jahrhundert, dass an der Passstraße liegt. Die hatten ursprünglich die Römer gebaut, um ihren Marinestützpunkt beim heutigen Ravenglass mit der Garnison in Galava, dem heutigen Ambleside, zu verbinden. Weiterlesen

Die Römer in den Straßennamen

Straßennamen sind ein Archiv der Sprache und der Geschichte. Die Wochenzeitung Die Zeit hat 450.000 Straßennamen in Deutschland in einer Datenbank erfasst und mit Google-Maps verknüpft. Die Römer haben ihre Spuren auch in den Namen von Straßen und Plätzen in Deutschland hinterlassen.

 

Rund 500 Jahre lang zog sich die Nordgrenze des Römisches Reichs quer durch Südwestdeutschland. Fast 200 Limes-Straßen und Limes-Plätze spiegeln den Verlauf des römischen Grenzwalls im heutigen Straßenbild wieder. Über 2.000 Straßen in Deutschland tragen die Römer in ihrem Namen. Vor allem in den ehemaligen Provinzen Niedergermanien, Obergermanien und Raetien finden sich Straßenamen von “Alte Römer Straße” bis “Östliche Römerstraße”. Auch an römische Kaiser wie Augustus, Trajan, Hadrian, Claudius, sogar Nero verweisen noch einige Namen von Straßen und Plätzen. Allerdings hat nicht jeder Augustusplatz im ersten Princeps seinen Namensgeber. In Leipzig ist der Augustusplatz nach dem Sachsenkönig Friedrich August benannt. Weiterlesen