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Kategorie: Türkei

Aufstand der Barbaren gegen Rom

In acht Sendungen lässt der Bezahlsender History in seiner Event-Serie „Aufstand der Barbaren“ die Besten der Feinde Roms aus 700 Jahren gegen das Imperium Romanum antreten. Ab heute laufen die Sendungen mit den mitunter eigenwilligen Interpretationen und den immer tendenziösen Darstellungen im Free-TV.

Wer sind die „Barbaren“ und was wurde aus ihnen?

Hannibal Barkas (247 bis 183 v. Chr.) war vielleicht der größte Feldherr der Antike. Der Heerführer der See- und Handelsmacht Karthago brachte dem aufstrebenden Rom in den Schlachten am Trasimenischen See und bei Cannae fast vernichtende Niederlagen bei. Doch Rom blieb standhaft und vergaß nicht. In der Schlacht von Zama schlug das Heer von Publius Cornelius Scipio die Karthager unter Hannibal vollständig. Hannibal flieht, geht ins Exil und stirbt schließlich von eigener Hand bevor man ihn an Rom ausgeliefert hätte. Im dritten punischen Krieg wird Karthago schließlich zerstört. Weiterlesen

Kunsthistorisches Museum Wien

Kunsthistorisches Museum Wien, nicht nur schön wenn es regnet. Für Freunde der Antike hält das Kunsthistorische Museum zwei besondere Schmankerl bereit: die Antikensammlung im Hauptgebäude am Maria-Theresien-Platz und das Ephesos Museum in der Neuen Burg. Im Jahr 1891 wurde das Museum eröffnet. Heute gehört es mit 900.000 Besuchern jährlich zu einer der meistbesuchten Wiener Sehenswürdigkeiten. Weiterlesen

Flipboard Magazin

Was ich selber lese oder noch lesen will, sammele ich in meinem Flipboard-Magazin „Unser Römisches Erbe: Römer, Ruinen, Rekonstruktionen“. Schöner Nebeneffekt: Andere können das auch nutzen. Im Browser und als App.

Der Vahlens Aquädukt in Istanbul

In der Sendung „Das Ende des Alp Atakan“ der ARD-Serie „Mordkommission Istanbul“ sieht man 30 Sekunden den Valens-Aquädukt, während Erol Sander als Kommissar Özakin darüber läuft. 2010 und 2013 war ich in Istanbul und habe mich mit dem sehenswerten römische Erbe dieser schönen Stadt beschäftigt.

Es ist ein Welterbe

Das UNESCO-Welterbekomitee hat in seiner 39. Sitzung heute die antike Stadt Ephesus in die Welterbeliste aufgenommen. In der römischen Kaiserzeit war die Metropole eine der bedeutendsten und mit vielleicht über 200.000 Einwohnern auch eine der größten Städte des Römischen Reiches.

Zu den großen öffentlichen Bauten gehörte auch die sogenannte Celsus-Bibliothek. Sie wurde zwischen 100 und 110 n. Chr. von Gaius Iulius Aquila für seinen Vater, den Senator Tiberius Iulius Celsus Polemaeanus, gestiftet. Das Bibliotheksgebäude ist gleichzeitig auch die Grabstätte des Celsus. Aquila finanzierte den Bau und hinterliess 25.000 Denare, aus dessen Zinsen der Unterhalt der Bibliothek, die Bezahlung des Personals und der Kauf von Büchern finanziert werden sollte. Nach heutiger Kaufkraft entspricht dies etwa 250.000 Euro. Bei dem eher geringen Betrag vielleicht kein Wunder, dass das Testament so formuliert war, das man die späteren Unterhaltungskosten dem Steuerzahler aufdrücken konnte. Zumal die Kinder oder der Nachlassverwalter auch noch 2.000 Denare aus dem Stiftungskapital entnahmen, um den Bau ohne eigene Mittel vollenden zu können. Das jährlich am Geburtstag des Celsus seine Statuen an der Fassade der Bibliothek mit Kränzen zu schmücken waren, wird dagegen wohl kein so großes Loch in die Kasse gerissen haben.

Auch damals gab es übrigens schon Diskussionen über die Motive des Stifters zwischen Eigennutz und Gemeinwohl: „Die Bibliothek wurde auf Veranlassung des Celsus gebaut“, so ein zeitgenössischer Text. „Der Sohn des Celsus zögerte nicht, diese aufwendig zu schmücken. Sieh die Mauern aus Marmor, sieh den Sarkophag des Celsus aus Marmor, sieh… Da fragt einer der Gäste den Bürger aus Ephesus: Was? Inschriften über das Leben des Celsus? Ein Sarkophag? Ist es eine öffentliche Bibliothek oder ein Denkmal des Celsus?“ O tempora, o mores (Sinngemäß: Was für Zeiten, was für Sitten), wird wohl mancher gedacht haben.

Meine Youtube Playlist: Römer

Hierapolis, Heilwasser und hippe Klamotten

Wasser kann man trinken, muss man aber nicht. Man kann auch darin baden. Besonderer Beliebtheit erfreut sich Wasser, dem eine Heilkraft zugeschrieben wird. So wie den Quellen im türkischen Pamukkale, das früher Hierapolis hieß und in der Antike eine kosmopolitische Metropole war. Hier lebten Anatolier, Griechen, Römer, Juden und später auch Christen. Das zeitweise 100.000 Einwohner zählende Hierapolis war aber nicht nur Hotspot römischer Badekultur und bevorzugter Kurort im Osten des römischen Reiches. Die Stadt war auch Zentrum der Textilindustrie mit Webwerkstätten, Färbereien und regem Textilhandel. In der Gegend ließ sich damals schon Baumwolle gut kultivieren, worauf auch der Namen Pamukkale (Baumwollschloss) verweist. Weiterlesen

Die Bibliothek …

Die Bibliothek wurde auf Veranlassung des Celsus gebaut; der Sohn des Celsus zögerte nicht, diese aufwendig zu schmücken. Da fragt einer der Gäste den Bürger aus Ephesos: „Was? Inschriften über das Leben des Celsus? Ein Sarkophag? Ist es eine öffentliche Bibliothek oder ein Denkmal des Celsus?

Auch damals gab es schon Diskussionen über die Motive des Stifters zwischen Eigennutz und Gemeinwohl. Die Celsus-Bibliothek in Ephesus. Gestiftet von Tiberius Iulius Celsus Polemaeanus, römischer Militär und Beamter. Das Bibliotheksgebäude ist gleichzeitig auch die Grabstätte des Stifters.

Die römische Provinz Asia

Das römische Istanbul

Istanbul ist nicht nur eine schöne Stadt, sondern hat auch eine schöne römische Vergangenheit. Wohl um 73, unter der Herrschaft Kaiser Vespasians, kam Byzantium zum römischen Reich. Danach ging die Entwicklung der Stadt mal bergauf und mal bergab. Im zweiten Vierkaiserjahr ließ Septimius Severus die Stadt 196 n. Chr. zur Bestrafung für die Unterstützung seines Rivalen Pescennius Niger zerstören. Sein Sohn Caracalla setzte sich dafür ein, dass die Stadt wieder aufgebaut wurde. Richtig bergauf ging es aber erst, als es in Rom schon bergab ging. Am 11. Mai 330 n. Chr. machte der römische Kaiser Konstantin der Große Byzantium zu seiner Hauptresidenz, baute sie großzügig aus und nannte sie erst „Nova Roma“, später dann Konstantinopel. Während das Weströmische Reich bald unterging, konnte sich das Oströmische Reich bis zur Eroberung von Konstantinopel im Jahr 1453 behaupten. Weiterlesen