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Schlagwort: Trajan

Trajansmärkte: Schöner shoppen?

Vor 1900 Jahren starb der römische Kaiser Trajan. Unter der Herrschaft Marcus Ulpius Trajanus erreichte das Römische Reich seine größte Ausdehnung. Innenpolitisch entfaltete Trajan im ganzen Reich eine umfangreiche Bautätigkeit: neue Städte wurden gegründet oder bekamen Stadtrechte verliehen wie die Colonia Ulpia Traiana (Xanten). Soldaten, Sklaven und Handwerker bauten Straßen und Brücken, Seehäfen und öffentliche Gebäude wie die Trajansmärkte. Die antike Shoppingmall am Rand des Trajansforums in Rom begeistert Besucher noch heute. Weiterlesen

Hadrians Cavalry Turma: Reiter Roms

Mit dem Reenactment-Event „Hadrians Cavalry Turma“ wurde letztes Wochenende im nordenglischen Carlisle der 30. Jahrestag des Hadrianswall als UNESCO-Weltkulturerbe gefeiert. Seit antiken Zeiten sind so viele römische Reiter nicht mehr zu sehen gewesen. In Form eines ritualisierten Kampfspiels, einer hippika gymnasia, zeigten die Reiter Ausrüstungen und Manöver der römischen Kavallerie. Eine Turma war in der römischen Armee eine 30 Mann starke Reitereinheit, die zu einer größeren Truppe gehörte. Eine solche Ala umfasste 500, manchmal 1000 Kavalleristen. Weitere Ausstellungen in verschiedenen Museen entlang des Hadrianswalls geben einen Einblick in das Leben und Wirken der Soldaten während der 400 Jahre, in denen das heutige England die römische Provinz Britannien war. Weiterlesen

Kunsthistorisches Museum Wien

Kunsthistorisches Museum Wien, nicht nur schön wenn es regnet. Für Freunde der Antike hält das Kunsthistorische Museum zwei besondere Schmankerl bereit: die Antikensammlung im Hauptgebäude am Maria-Theresien-Platz und das Ephesos Museum in der Neuen Burg. Im Jahr 1891 wurde das Museum eröffnet. Heute gehört es mit 900.000 Besuchern jährlich zu einer der meistbesuchten Wiener Sehenswürdigkeiten. Weiterlesen

Schwerter, Brot und Spiele

Es ist 4:31 Uhr und ich springe gutgelaunt aus dem Bett, nachdem das Smartphone mir 60 Sekunden lang London Calling von den Clash um die Ohren gehauen hat. Aber nicht London ruft, sondern Europas größtes Römerfest „Schwerter, Brot und Spiele“ in Xanten. Mit dem ersten Flieger geht es von Berlin nach Düsseldorf, mit dem Zug dann weiter über Duisburg nach Xanten. Der Himmel über Colonia Ulpia Traiana und dem einstigen Grenzland des römischen Reiches ist dunkelgrau, es regnet in Strömen. Das ist Germanien! Weiterlesen

Provinzmeisterschaften beginnen

Die Nachrichten: In Lutetia hat Kaiser Trajan heute die Imperialen Provinzmeisterschaften eröffnet. XXIIII Mannschaften in VI Gruppen treten in den kommenden Wochen gegeneinander an. Erstmals sind neben Teams aus den römischen Provinzen auch Teilnehmer aus dem Barbaricum vertreten. Dies hatte vor allem in den afrikanischen und östlichen Provinzen zu Unruhen geführt, da diese sich nicht haben qualifizieren können. Die Spiele finden ab vormittags in der Arena von Lutetia statt. Die Tierhetzen werden im Monat des Augustus nachgeholt, die Hinrichtungen für die Zeit der Spiele ausgesetzt. Nachmittags finden wie gewohnt die Gladiatorenkämpfe statt. Christen, Frauen und Sklaven ist der Zutritt zu den Sportstätten untersagt. Die kaiserliche Verwaltung weist daraufhin, das Sportwetten nur bei den Collegia der Fortuna erlaubt sind.

Gruppe A:
Gallia Narbonensis (Frankreich)
Dacia (Rumänien)
Macedonia (Albanien)
Belgica (Schweiz)

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Wie die Trajanssäule gebaut wurde

Die Trajanssäule in Rom ist ein Monument des Sieges über die Daker. Sie ist aber nicht nur eine Siegessäule, sondern auch eine Art Comic-Strip der Antike. Auf dem umlaufenden Fries sind auf einer Länge von insgesamt 200 Metern Römer und Hilfstruppen, Daker, Kaiser und Könige und zahlreiche Szenen aus den Feldzügen gegen die antiken Rumänen dargestellt. Seinerzeit sogar in Farbe. Weiterlesen

„So lange wird Germanien nun schon besiegt“

Genau vor 2000 Jahren, im Jahr 15 n. Chr., sechs Jahre nach der Varusschlacht, stehen wieder Römer im freien Germanien. Es ist der römische Feldherr Nero Claudius Germanicus, der mit seinen Truppen den Ort der Varusschlacht betritt. „Mitten in dem freien Feld lagen die bleichenden Gebeine zerstreut oder in Haufen, je nachdem die Leute geflohen waren oder Widerstand geleistet hatten“, schreibt der römischen Historiker Tacitus. „Dabei lagen Bruchstücke von Waffen und Pferdegerippe, zugleich fanden sich an Baumstämmen angenagelte Köpfe.“ (Annalen) Weiterlesen

… ich hinterlasse diese Brücke für ewig und alle Jahrhunderte der Welt.

Die Steinbogenbrücke bei Alcantara über den Fluß Tejo nahe der portugiesischen Grenze. Von 98 bis 105 n. Chr. zur Zeit Kaiser Trajans aus Granitstein erbaut, ist sie 71m hoch, 194m lang und 8m breit. Auch heute noch rollt der Verkehr (Lkw bis 20t!) über diese eindrucksvolle Hinterlassenschaft römischer Baukunst in Spanien.

Architekt und Bauleiter der Puente de Trajano war der römische Militäringenieur Gaius Julius Lacer. Finanziert wurde der Brückenbau durch mehrere Städte in der Provinz Lusitania, die damit ihre Verkehrsinfrastruktur verbesserten. Über Lacer selbst ist nichts überliefert. Sein Handwerk hat der Mann aber verstanden und das wusste er auch. In einer Inschrift hinterließ er die Sätze:

„Ich, Gaius Iulius Lacer, berühmt durch göttliche Kunst, hinterlasse diese Brücke für ewig und alle Jahrhunderte der Welt. Auch ein Tempel ist nach dem Willen des göttlichen, römischen Kaisers errichtet worden, um Glück und Heil zu bringen für die gewaltige Brücke, dass sie nicht durch die Last verwüstet werde.“

Wasser für Segovia

Der Aquädukt von Segovia: Antike Wasserleitung und Renommierstück römischer Herrschaft.

„Der Aquädukt von Segovia, schreibt Georg Gerster, bildet den Schlussabschnitt des Kanals, der das Wasser des Rio Frio aus der Sierra Guadarrama über 18 Kilometer nach Segovia leitet. Um die Talsenke vor der Altstadt zu überwinden, bauten die römischen Ingenieure um die Mitte des 1. Jahrhunderts die 813 Meter lange und bis 28,5 Meter hohe Kanalbrücke. Sie prunkt mit 119 zum Teil zweigeschossigen Bogen. Diese ruhen auf Pfeilern mit einem Mantel aus mörtellos gefügten Granitquadern und einem Kern aus gegossenem antiken Beton.“ Nach einer Rekonstruktion der Inschrift durch G. Alföldy wurde der Aquädukt unter dem römischen Kaiser Domitian erbaut und bis zum Jahre 96 weitgehend fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt starb Domitian unerwartet. Der letzte Akt, nämlich die Anbringung der Bauinschrift, erfolgte wohl durch Trajan, der auch Renovierungsarbeiten durchführen ließ. Weiterlesen

Größe

Statue eines römischen Kaisers mit dem Kopf von Trajan vor zwei Säulen des Jupiterheiligtums aus den Tempelanlagen von Baalbek. Der Ort liegt im heutigen Libanon und gehörte seinerzeit zur römischen Provinz Syria. Ausgestellt im Berliner Pergamonmuseum.

Baalbek, die Stadt Baals, von den Griechen Heliopolis genannt. Die Römer errichteten hier die größte Tempelanlage der antiken Welt. „Baalbek – Die Säulen des Jupiter“. Folge 137 der Reihe „Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Deutsche Erstausstrahlung im Jahr 2000.