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Schlagwort: Gladiatoren

Römerhalle Bad Kreuznach: Luxus auf dem Lande

Den Südhang des Ellerbachtals in Obergermanien hat sich ein reicher Römer im 2. Jahrhundert als Bauplatz für seinen Landsitz ausgesucht. Die Reste seiner Palastvilla mit mehr als 50 Räumen sind im heutigen Bad Kreuznach zu besichtigen. Von dem mehrgeschossigen Gebäudekomplex um einen Innenhof sind nur noch Grundmauern vorhanden. Eindrucksvoll sind jedoch die beiden großen Mosaike. Sie kann man in der sogenannten Römerhalle Bad Kreuznach besichtigen. Weiterlesen

Pompeji – 2000 Jahre alte Gebäude und Graffiti

Das antike Pompeji am Golf von Neapel ist heute ein internationaler Touristenhotspot. Jährlich strömen 2-3 Millionen Besucher durch die Straßen und Häuser der beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 untergegangenen Stadt. Des einen Leid ist des anderen Freud. An kaum einem anderen Ort lässt sich so viel über das Leben der alten Römer erfahren. Bedeutsames und Banales, wie es uns beispielsweise die unzähligen Graffitis mitteilen: Weiterlesen

Capua, Crassus und Co.

Da holt man junge Menschen aus Kriegsgebieten, bringt sie in Brot und Arbeit, sorgt für eine gute Ausbildung, eröffnet ihnen eine neue Perspektive für ihr Leben. Und was ist der Dank? Sie sind damit unzufrieden, radikalisieren sich, werden gewalttätig, brechen einen Aufstand vom Zaun und stürzen eine ganze Region ins Chaos. Ist es denn die Schuld der Römer, das die Barbaren ihr Schicksal nicht annehmen wollen? Wird nicht Vergil schreiben: „Du aber, Römer, gedenke die Völker der Welt zu beherrschen und schaffe Gesittung und Frieden.“ Weiterlesen

Pax Romana – Römer im Südwesten

Ein sonniger Sommertag in Obergermanien vor 1900 Jahren. Ein besonderer Tag. Auf dem Gelände eines großen landwirtschaftlichen Gutes versammeln sich Legionäre unter den neugierigen Blicken der Bevölkerung aus dem benachbarten vicus. Sie kommen aus dem Legionslager Argentoratum, um hier ihren Treueeid auf den Kaiser zu erneuern. Diese öffentlichen Veranstaltungen bringen nicht nur Abwechslung in den eintönigen Alltag der Soldaten und Feldarbeiter. Sie sollen auch ein Signal an die Bevölkerung sein. Pax Romana: Es herrscht Frieden im Imperium Romanum und das verdankt ihr dem Kaiser und seinen Legionären. Weiterlesen

Schwerter, Brot und Spiele

Es ist 4:31 Uhr und ich springe gutgelaunt aus dem Bett, nachdem das Smartphone mir 60 Sekunden lang London Calling von den Clash um die Ohren gehauen hat. Aber nicht London ruft, sondern Europas größtes Römerfest „Schwerter, Brot und Spiele“ in Xanten. Mit dem ersten Flieger geht es von Berlin nach Düsseldorf, mit dem Zug dann weiter über Duisburg nach Xanten. Der Himmel über Colonia Ulpia Traiana und dem einstigen Grenzland des römischen Reiches ist dunkelgrau, es regnet in Strömen. Das ist Germanien! Weiterlesen

Gladiatoren in Carnuntum

Die S7 in Wien kennen viele Reisende. Sie fährt vom Stadtzentrum zum Flughafen Schwechat, Österreichs Tor zur Welt. Wer aber weiterfährt, den bringt die S-Bahn auch in eine andere Welt. In die der römischen Antike und zu den Gladiatoren in Carnuntum. Keine 30 Minuten hinter Wien-Schwechat liegt die Gemeinde und Haltestelle Petronell-Carnuntum. Vor 2000 Jahren legten die Römer hier ein Feldlager an, aus dem sich eine prosperierende Stadt entwickelte. Im Jahr 2011 entdeckte man auf dem Areal des heutigen Archäologischen Parks Carnuntum die Fundamente und Grundmauern einer 1700 Jahre alten römische Gladiatorenschule. Sie war eine der wohl rund 100 ludi der antiken Entertainment-Industrie im römischen Reich. Weiterlesen

Gladiatoren in Frankfurt

Noch bis zum 1. März 2015 ist im Frankfurter Archäologischen Museum die Sonderausstellung „Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM“ zu sehen.

Rund 500 Jahre lang bestand das Gladiatorenwesen als wichtiges Element der römischen Kultur im ganzen Imperium. Gladiatorenkämpfe waren Teil der antiken Unterhaltungsindustrie, aber auch staatliches Propagandainstrument und Mittel der politischen Werbung.

Die Begeisterung für Gladiatoren reichte bis in den letzten Winkel des römischen Reiches. In Nida, der römischen Siedlung im Nordwesten der heutigen Stadt Frankfurt/Main, wurde im 19. Jahrhundert ein antikes Klappmesser gefunden, dessen Griff als Gladiatorenfigur gestaltet ist. Eine „originale Abformung als dekoratives Standfigürchen kann an der Museumskasse erworben werden“ informiert die Homepage zur Ausstellung. Merchandising gestern und heute.

Antike Entertainment Industrie

Gladiatoren, so schreibt Robert Knapp in seinem Buch Römer im Schatten der Geschichte, waren ausgebildete Unterhaltungskünstler, die in einer Arena zur Belustigung der Menge mit Schwertern und anderen Waffen meist paarweise gegeneinander antraten.

Wenige Gladiatoren wurden dies aus freien Stücken, die meisten waren Sklaven und wurden von ihren Besitzern in die Arenen verkauft. Ihre Manager (lanista) investierten in Ausbildung und Training der Gladiatoren, finanzierten ihren Lebensunterhalt und ihre medizinische Versorgung. An den Siegen des Gladiators und den damit verbundenen Preisgeldern der Veranstalter und Sponsoren verdienten sie kräftig mit. Wahrscheinlich auch am Verkauf von Souvenirs und Merchandising-Produkten, denn Gladiatoren waren Teil einer populären Kultur. Weiterlesen